Mitten im närrischen Treiben ist am Samstag der Strom ausgefallen. Obwohl die Energieversorgung bald wieder hergestellt wurde, mussten einige Häuser besonders lange warten.
Das ist ein Dilemma! Da feiert eine ganze Narrenzunft mit tausenden Gästen ein fulminantes Jubiläumswochenende a la „25 Jahre Hofnarr“ – und plötzlich ist der Strom weg.
Doch nicht nur die jubilierenden Narren waren betroffen, sondern quasi die ganze Region. „Am Samstag kam es ab 11.35 Uhr in Teilen von Sulz (Ortsteile Holzhausen, Renfrizhausen, Fischingen und Mühlheim), in Empfingen (nur wenige Haushalte betroffen) und in Haigerloch (hier der Ortsteil Bittelbronn, nur wenige Haushalte betroffen) zu einer Versorgungsunterbrechung“, schreibt die Pressestelle von Netze BW auf Nachfrage unsrer Redaktion.
Schnell fliest der Strom wieder
Auslöser für den Stromausfall sei ein in eine Mittelspannungs-Freileitung gestürzter Baum gewesen. Doch durch Umschaltungen im Stromnetz konnte der Netze BW-Entstördienst in Zusammenarbeit mit der Leitstelle die Versorgung schrittweise wieder herstellen.
„So hatten ab 12.27 Uhr die ersten Haushalte wieder Strom. Ab 12.55 Uhr waren dann fast alle Haushalte wieder versorgt“, teilt Pressesprecher Ralph Eckhardt mit.
Es gab aber auch einzelne Trafostationen, die über Stichleitungen versorgt wurden, etwa Aussiedlerhöfe. Diese konnten erst nach der Reparatur des Leitungsschadens wieder zugeschaltet werden, so dass die gesamte Stromversorgung ab 17.49 Uhr sichergestellt war.
Wasser lief in den Keller
Und der umgestürzte Baum hatte auch Auswirkungen auf die Feuerwehr in Mühlheim. So sei es wegen des Stromausfalls zu einer Wachbesetzung gekommen, teilt die Abteilung mit. Und wurde auch gleich gebraucht.
„In dieser Zeit ersuchte eine Person die Unterstützung der Feuerwehr“, heißt es weiter. Denn aufgrund des Stromausfalls sei es zu einem Defekt an einer Heizung gekommen, so dass Wasser aus der Heizung in den Keller ausgetreten war.
Nicht das erste Mal
Aber die Wehr konnte natürlich zügig aushelfen. „Das ausgelaufene Wasser wurde mit Hilfe eines Wassersaugers aufgenommen“, schließen die ehrenamtlichen Helfer ihren Bericht.
Doch das Ereignis steht nicht allein. An Heilig-Drei-Könige hatte es gegen 22.32 Uhr einen technischen Defekt an einem Mittelspannungskabel gegeben. Das Ergebnis: In Vöhringen, Wittershausen und Bergfelden gingen für bis zu 72 Minuten die Lichter aus.
Und keine 24 Stunden später – nämlich um 20.53 Uhr – waren erneut einige Haushalte im Norden von Bergfelden ohne Strom. Diesmal war die Ursache ein technischer Defekt in einer Trafostation.