Mittlerweile richten sich die Tras-Aktivitäten in Richtung Schweiz – so auch zum Kernkraftwerk Leibstadt. (Archivfoto) Foto: Michael Werndorff

Fischingen bleibt nicht nur Mitglied im Trinationalen Atomschutzverband (Tras), sondern unterstützt auch dessen Resolution zu den Schweizer Meilern in Grenznähe.

Auch Fischingen hatte sich vor vielen Jahren dem Trinationalen Atomschutzverband (Tras) angeschlossen, der sich für die Stilllegung des störanfälligen elsässischen Kernkraftwerkes Fessenheim einsetzte. Auch nachdem dieses Ziel erreicht worden sei, bleibe der Verband „fleißig tätig“ und kämpfe weiter für die Reduzierung nuklearer Risiken in der Region, schilderte Bürgermeister Axel Moick im Gemeinderat.

 

Einblick in die Abläufe in der Schweiz erhalten

So wolle der Tras nun eine Resolution auf den Weg bringen, die zum Ziel habe, mehr Einblick in die Abläufe in den Schweizer Atomkraftwerken zu erhalten, die am Hochrhein direkt an der Grenze nach Deutschland stehen. Darunter befindet sich mit der Anlage in Beznau der älteste noch laufende Meiler der Welt, der bereits 1969 in Betrieb ging. Auch Leibstadt läuft bereits sei mehr als 40 Jahren und befindet sich damit im „Überzeitbetrieb“.

Die regelmäßige Überprüfung der Sicherheitsstandards durch deutsche Experten und vor allem eine offenere Kommunikation der Störfälle sind zentrale Forderungen der Resolution. „Über Störfälle in Schweizer Atomkraftwerken erfährt man auf deutscher Seite in der Tat so gut wie nichts“, kritisierte Jochen Bürgin. Und Michael Ulrich meinte, dass für die bereits länger als geplant laufenden Meiler zumindest verbindliche Restlaufzeiten festgelegt werden müssen.

Arbeit zeichnet sich durch Sachlichkeit aus

Den Tras will der Gemeinderat weiterhin stärken. Dessen Arbeit zeichne Sachlichkeit und Expertise aus, Wissenschaftler aus allen drei Ländern der Regio gehören ihm an, so Axel Moick. Der Bürgermeister erhielt vom Gemeinderat deshalb einstimmig grünes Licht für die Unterzeichnung der Resolution. Auch an der Mitgliedschaft im Tras, die für die Gemeinde mit einer Jahresgebühr von rund 180 Euro verbunden ist, wird nicht gerüttelt.