Seit dem Jahr 2013 haben sich wieder Störche in Schura niedergelassen, wurden aber vor vier Jahren vermutlich durch Drohnen aus ihrem Horst auf dem Kirchturm vertrieben und haben ein neues Nest auf einem Strommast gebaut. Foto: Ingrid Kohler

Frühling in Schura: Die Störche sind da – doch brüten sie wieder auf dem schiefen Kirchturm oder bleibt der Strommast ihr Zuhause? Meister Adebar sorgt für Spannung.

Der Frühling kann kommen – die Störche sind da.

 

Derzeit bleibt noch die Frage offen, ob sie wieder auf dem Kirchturm oder wie seit vier Jahren einem Strommast für Familiennachwuchs sorgen.

Seit dem Jahr 2013 zählt Schura zu den vielen Gemeinden in der Region, in der sich Jahr für Jahr ein Störche niederlassen und für Nachwuchs sorgen. Doch wo genau das der Fall sein soll, darüber scheint sich Meister Adebar nicht ganz im Klaren zu sein.

Erst war’s der schiefe Turm

Zunächst war es über viele Jahre hinweg der schiefe Schuraer Kirchturm, auf dem in einer Metallkonstruktion genistet wurde. Die Konstruktion war seit Jahr 2014 auf dem östlichen Teil des Kirchturmdaches angebracht.

Doch dann entschied man sich um. So haben sich die Weißstörche erstmals vor vier Jahren einen Strommast in einem Garten ganz in der Nähe des Kirchturmes ausgesucht und dort einen neuen Horst gebaut.

Drohnen verscheuchen Vögel

Hinweise aus der Bevölkerung und die fachliche Beratung durch den Storchenfachmann Manfred Bartler hatten damals ergeben, dass für die Vertreibung der Störche vom Kirchturmdach Drohnen die Ursachen gewesen seien.

Im Jahr 2024 wurde dann auf Anraten von Manfred Bartler das bestehende Nest aus der Metallkonstruktion auf dem Kirchturmdach entfernt, in der Hoffnung, wenn die Störche 2025 zurückkehren, dass sie sich hier wieder eine „neue Heimat“ bauen. Bereits Mitte Februar 2025 wurde zunächst ein Storch, danach auch zwei auf dem Dach des Kirchturmes stehend gesehen. Doch von Nestbau keine Spur. Es zog sie wieder auf den Strommast.

Erste Hinweise auf späteren Standort

Und so wird es – vermutlich – auch in diesem Jahr sein. Am Schmotzigen Donnerstag jedenfalls stand ein Storch auf der Metallkonstruktion auf dem Kirchturmdach, schon einen Tag später aber war er auf dem Horst des Strommasts.

Ob die Metallkonstruktion auf dem Kirchendach noch einmal von Störchen als Nest angenommen wird? Diese Frage bleibt zumindest vorläufig offen. Ob die Schuraer Störche tatsächlich die Wintermonate in wärmeren und sonnigeren Gefilden, sei es Spanien oder gar Afrika verbracht haben, ist ebenso ungewiss, schließlich wurden auf den Wiesen rund um Schura und am Schönbach den ganzen Winter über immer wieder Störche, sowie Silber- und Graureiher gesehen, die nach Nahrung Ausschau hielten und offensichtlich auf fündig wurden.