In Beffendorf und Bochingen sind Storchennester am Werden. Die Stadt begrüßt die neuen gefiederten Bewohner. Doch hat das auch Konsequenzen für die Menschen.
„In der Gesamtstadt gibt es erfreuliche Neuigkeiten aus der Natur: Aktuell entstehen zwei Storchennester“, teilt die Stadtverwaltung mit. Ein Nest sei bereits weitgehend fertiggestellt in Bochingen in der Straße „Unter der Kirche“. Ein weiteres Nest befinde sich im Aufbau in Beffendorf zwischen Lohwiesen und Bruckgasse.
„Die Störche suchen bewusst die Nähe zum Menschen. Hohe Standorte wie Strommasten oder Dächer bieten ihnen Schutz vor vielen natürlichen Feinden. In der Regel brüten Störche einmal pro Jahr. Pro Brut sind meist ein bis drei Jungstörche zu erwarten, in seltenen Fällen auch mehr“, erklärt Pressesprecherin Jasmin Rapp.
Abstand halten
Damit die Tiere möglichst ungestört bleiben, bittet die Stadt alle Bürger um Rücksicht. Insbesondere als Fußgänger oder Radfahrer solle man Abstand zum Nest halten. Aus Eigeninteresse empfehle es sich auch, nicht direkt unter dem Nest stehen zu bleiben, da Störche ihre Hinterlassenschaften über den Nestrand absetzen. Während der Brutzeit sollen keine Störungen verursacht werden.
Zum Schutz der Tiere gelte außerdem ein Drohnenflugverbot über den Storchennestern: „Drohnen können die Tiere erheblich stressen und im schlimmsten Fall dazu führen, dass die Brut aufgegeben wird.“
Die Nester werden von einem ehrenamtlichen Storchenbetreuer begleitet, der seit mehreren Jahren für den Schutz und die Beobachtung der Tiere im Einsatz ist. Er arbeitet unter anderem mit Naturschutzorganisationen und wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen und kümmert sich auch um verletzte Tiere.
Verhalten rund um das Nest
Typisch für Störche ist ihr Klappern, mit dem sie sich am Nest begrüßen oder miteinander kommunizieren. Auch mögliche Auseinandersetzungen mit fremden Störchen gehören zum natürlichen Verhalten und seien kein Grund zur Sorge.
Sollte ein verletzter oder flugunfähiger Storch entdeckt werden, werden die Bürger gebeten, die Polizei zu informieren, damit schnell Hilfe organisiert werden kann.
„Die Stadt freut sich über die neuen gefiederten Bewohner und bittet alle Bürgerinnen und Bürger, durch rücksichtsvolles Verhalten zum Schutz der Tiere beizutragen“, schließt die Pressemitteilung.