Vom Storchennest auf dem Mühlheimer Kirchturm aus ist der Ausblick gut. Foto: Polet

Per Drehleiter wurde das Storchennest auf dem Mühlheimer Kirchturm ausgeräumt.

Geplant wurde der Einsatz vom Sulzer Stadtbrandmeister Florian Karl. Zuvor war eine Absprache mit der Storchenbeauftragten des Landes, Judith Opitz aus Markdorf, und dem Ersten Beigerordneten der Stadt Sulz, Hans-Peter Fauser, erfolgt.

Jürgen Holzer vom Bauhof hatte schon einen Hänger an der Kirche für den Abtransport des Nistmaterials bereitgestellt. Pünktlich um 16 Uhr kam die Drehleiter aus Sulz mit dem stellvertretenden Abteilungskommandanten Andreas Hipp und Marc Trautewig.

Fast eine halbe Tonne Material

Mit Hacke, Gabel, Schaufel, Eimer und Säcken musste das Nistmaterial aus dem Nest befördert werden. Gearbeitet wurde dabei in fast 25 Metern Höhe bei Nieselregen bis in die Nacht.

Das Nest musste ungefähr 30 Zentimeter weit abgetragen werden, bis zum Boden des Stahlrahmens. Vier große und schwere Säcke galt es nach unten zu befördern.

Per Drehleiter geht es ganz nach oben. Foto: Polet

Am Boden warteten die Storchenväter Karl Wezel, Dietmar Strobel und Edgar Stolzenberger, um den schweren Sack mit Nistmaterial zu leeren. Nahezu eine halbe Tonne wurde abgetragen.

Am Ende wurden ein vom Storchenbeauftragten Hartmut Polet gefertigter, wasserdurchlässiger Boden aus Lärchenholz ins Nest eingesetzt. Weiter wurde mit Hackschnitzel und Ästen ein Boden naturgerecht in das Nest eingebaut. Für die kommende Brut ist das Nest wasserdurchlässig.

Die Mühlheimer Störche übernehmen die weiteren Nistarbeiten. Beim abendlichen Anflug beobachteten sie die Arbeiter in luftiger Höhe.