Nach dem stillen Auftakt zu Ehren des verstorbenen Erwin Moser entwickelte der Hausacher Weihnachtsmarkt rasch seine gewohnte Lebendigkeit.
Erstmals in der Geschichte des Weihnachtsmarkts begann dieser mit einer Gedenkminute. Bürgermeister Wolfgang Hermann würdigte bei der Eröffnung des Markts im gut besuchten Weihnachtswald die Verdienste von Erwin Moser, den „Anpacker, Ideengeber und Mutmacher“, der sich mit ganzem Herzen für Hausach, für die Kinder der Region eingesetzt und die Stadt geprägt habe wie nur wenige. Auf der Waldbühne war eine Gedenkstätte für den am ersten Adventssonntag Verstorbenen eingerichtet worden.
Dann nahm der Weihnachtsmarkt seinen Lauf – genauso, wie sich es Erwin Moser gewünscht hätte. Eine Abordnung der Stadtkapelle eröffnete den musikalischen Reigen mit weihnachtlichen Weisen, denen abends die „Kama Music“ folgte. Dem regnerischen Wetter geschuldet, war der Besuch am Nachmittag noch eher verhalten. Die Standbeschicker zeigten sich aber durchaus zufrieden mit der Resonanz.
Abends, nach einem kurzen Schauer, füllte sich der Klosterplatz, genossen die Besucher die zauberhafte Atmosphäre im und um den Weihnachtswald – und dass man dort Glühwein, Punsch, Raclette oder Marktwurst auf einer isolierenden Hackschnitzelschicht genießen konnte. Bis spät in die Nacht war auch die Schirmbar des SV Hausach auf dem Schulgelände gut gefüllt.
Ein Besuchermagnet war der neue Selfiepoint – viele nutzten die Gelegenheit, sich und ihre Lieben als Engel mit leuchtenden Flügeln festzuhalten und zu posten. Gleich daneben lockte ein neues Angebot für Kinder: Der Bauwagen, in dem die „Huse Dance Girls“ zum Basteln einluden, war bereits am Samstag sehr begehrt.
Melanie Axmann und Lea Wurster vom Kultur- und Tourismusbüro stießen mit Marktmeister Harry Eggert auf den gelungenen Markt an. „Dieses wunderbare, besondere Ambiente hat sich mittlerweile in der Region herumgesprochen“, freute sich Eggert.
An beiden Nachmittagen des Wochenendes besuchte der Nikolaus die Kinder. Wer ihm ein Gedicht oder ein Lied vortragen konnte, wurde bevorzugt. Am Ende bekamen aber dann doch alle Kinder eine von der Firma Richard Neumayer nicht eben gering gefüllte Nikolaustüte.
Am Sonntag herrschte großes Gedränge auf dem Hausacher Weihnachtsmarkt, auch die vielen musikalischen Beiträge und die Bilderbuchlesung am Abend fanden ein breites Publikum.