Vom Wetter – pünktlich zum Umzugsbeginn begann eiskalter Regen – ließen sich die Narren in Schönenbach nicht abschrecken. Sie verbreiteten beim Nachtumzug beste Stimmung.
22 Gruppen und Kapellen machten sich Nachtumzug der Strohhansel am Freitagabend auf den Weg durch Schönenbach. Wegen des nassen Wetters war allerdings die Zahl der Zuschauer deutlich geringer als in anderen Jahren.
Nach einem Empfang für die Zunftmeister zogen die Narren los und durch die Josef-Zähringer-Straße in Richtung Kirche. Am Dorfplatz stand wie schon seit Jahren Michael Armbruster bereit und informierte die Zuschauer über die Gruppen und auch manche Hintergründe.
Ein Dank der Veranstalter galt jenen, die durch ihren Einsatz den beliebten Umzug überhaupt erst möglich machten. Dazu gehören unter anderem der Bauhof, die Polizei, das Rote Kreuz und natürlich die Anwohner des Umzugswegs. Nur ein Jahr nach der Gründung der Strohhansel Schönenbach führte der neue Narrenverein 1999 seinen ersten Nachtumzug durch, der schnell zum Besuchermagnet wurde.
Angeführt wird der Nachtumzug traditionell von vom Musikverein Schönenbach und der großen Gruppe der Strohhansel. Nicht fehlen dürfen da auch die Busloch-Hexen aus Schönenbach. Beteiligt sind an dem Umzug zudem diverse Narrenvereine aus Furtwangen – etwa die Sportfreunde-Hexen aus Neukirch, die Kohlebrenner aus Rohrbach mit dem Musikverein und die Narrenzunft Furtwangen. Aus der Nachbarschaft zu Gast waren auch wieder die Sublodere der Heimatgilde Frohsinn Vöhrenbach.
Wälderhexen kommen auf Skiern
Aber auch weit über Furtwangen hinaus kamen verschiedene Figuren: Gleich mit den Skiern angefahren waren sogar die Wälderhexen aus Schönwald. Zudem waren beispielsweise die Schelmenzunft aus Emmendingen, die Bruckwaldteufel aus Waldkirch, die Schlossberghexen aus Hornberg und die Burgberger Bettelwieber gekommen.
Nach dem Umzug ging es gemütlich weiter in den verschiedenen Lokalen vom Dorfplatz über den Dorfgemeinschaftsraum bis zur Sporthalle. Und alles war ruhig, wie auch Hermann Fengler vom Ordnungsamt bestätigte. Seine Bilanz: „Eine gelungene Veranstaltung, bei der man den Eindruck hat, es handelt sich um ein großes Familientreffen.“