Nazli Hacibayramoglu erfüllt sich an ihrem 50. Geburtstag einen Traum. Sie startet von Bergfelden ihren Ultra-Marathon nach Istanbul. So ist ihre Stimmung kurz vor dem Lauf.
Bald ist es soweit: Die Sulzerin kann sich ihren großen Traum erfüllen. Nach fast zwei Jahren Planung bricht Nazli Hacibayramoglu an ihrem 50. Geburtstag zu ihrer großen Reise auf. In 43 Tagen wird die ambitionierte Sportlerin 2216 Kilometer von Sulz bis nach Istanbul laufen. Dabei durchquert sie acht Länder: Deutschland, Österreich, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bulgarien, Griechenland und die Türkei. Unsere Redaktion erkundigte sich nach der Stimmung kurz vor dem großen Tag. Ist sie schon nervös?
Die vergangen Wochen der gebürtigen Sulzerin und Heilpraktikerin waren geprägt von vielen langsamen aber langen Läufen, die sie auf die Etappen vorbereiten sollen. Die erste Etappe von ihrem Heimatort Bergfelden bis nach Winterlingen hat sie bereits getestet.
Kleine Probleme noch auf den Routen
Einige kleine Probleme habe es dabei noch gegeben. Beispielsweise würden auf den Karten im Internet Wege angezeigt werden, die eigentlich keine offiziellen sind. Doch diese kleinen Anpassungen hätte sie gut gemeistert. Und so ist sie zuversichtlich, dass sich auch vor Ort immer eine passende Lösung finden lässt und sie ihr Ziel wie geplant gesund erreichen wird.
Alleine ist sie auf der Reise keineswegs. Ihre Sportkameraden Ingo Schulze, Hans-Peter Baiker und Rüdiger Dittmann begleiten sie und sorgen dafür, dass sich Hacibayramoglu nur auf das Laufen konzentrieren kann. Von zu Hause aus unterstützt sie ihr Mann, der sich um die Technik gekümmert hat.
Nahost-Konflikt verstärkt Sorgen
Ihr Mann sei auch schon „super nervös“, wie sie unserer Redaktion berichtet. Er macht sich Sorgen darüber, ob alles gut verläuft. Der verschärfte Konflikt im Nahen Osten vergrößert die Sorgen zusätzlich.
Auch sie selbst lässt die Thematik nicht kalt. In den letzten Wochen vor dem Lauf, schaute sie sich häufig die Etappen noch einmal an, optimierte sie. Bei der Wegplanung haben sie darauf geachtet, dass im Falle eines Problems Hilfe in der Nähe ist.
Generell sei sie aber ein sehr positiver Mensch. Sie lebt ganz nach dem Motto: Wer positiv denkt, dem wird auch Positives widerfahren. Im Hinblick auf den Nahost-Konflikt sagt sie: „Ich mache mir schon Gedanken, aber ich bin zuversichtlich und gehe den Weg.“ Absagen möchte sie die lang geplante Reise deshalb nicht. Ob und wann sich die Situation eventuell verschärft, könne ohnehin nicht geplant werden. „Alles kommt, wie es kommt“, sagt sie.
Eigentlich könnte es schon losgehen
„Ziele und Träume sind das was uns ausmacht“, ist sich die Sulzerin sicher und freut sich, ihren Traum bald in die Tat umzusetzen. Die Planung sei abgeschlossen und eigentlich könnte es morgen schon losgehen, sagt sie und lacht dabei.
Das Buch, das sie über ihren Ultra-Marathon schreibt, entwickelt sich derweil weiter. Erste Abschnitte zu ihrer Person und Motivation seien schon fertig. Mit ihrem Projekt möchte sie Menschen ermutigen und inspirieren.
Sulzerin freut sich über Begleitung
Jetzt ist noch Regenerationsphase angesagt, To-do-Listen müssen überprüft und bald die Taschen gepackt werden. Am Samstag, 28. März, an ihrem 50. Geburtstag, geht es fit um 10 Uhr vor ihrer Haustüre in Weiherwiesen 8 in Sulz-Bergfelden los. Nazli Hacibayramoglu würde sich an diesem besonderen Tag über Begleitung auf den ersten Metern oder sogar bis zum Ende der ersten Etappe bis nach Winterlingen im Zollernalbkreis (44,2 Kilometer), freuen. Am 9. Mai wird sie mit einer brennenden Fackel über die sonst gesperrte „Brücke der Märtyrer des 15. Juli“ (früher Bosporus-Brücke) ins Ziel laufen.