Der Franken sitzt bei vielen Schweizern nicht mehr sonderlich locker. Foto: Makabera/Pixabay

In der Schweiz wollen 2026 viele Verbraucher weniger Geld ausgeben.

In der Schweiz ist die Stimmung unter Verbrauchern angespannt. Rund ein Drittel der Bevölkerung will im neuen Jahr den Gürtel enger schnallen und sparen, wie eine Umfrage zeigt. Das ist insbesondere in der Westschweiz und im Tessin der Fall.

 

Im Jahr 2026 wollen laut dem vom Marktforschungsinstitut Management Tools Research durchgeführten und am Dienstag veröffentlichten „Konsum Monitor“ 32 Prozent der Befragten weniger Geld ausgeben als 2025. Bei Personen unter 45 Jahren sind es sogar 41 Prozent. Nur 19 Prozent der Befragten planen, 2026 mehr auszugeben, während 44 Prozent die Ausgaben konstant halten wollen.

„Wir erwarten für 2026 ein abwägendes Konsumverhalten. Die Inflation ist zwar fast weg, aber große Teile der Bevölkerung verspüren offensichtlich weiterhin einen großen Spardruck“, wird Laura Colledani, Co-CEO von Management Tools Research, in der Mitteilung zu der vorgenommenen Umfrage zitiert.

Gespart wird vor allem dort, wo Anschaffungen aufgeschoben werden können. 37 Prozent wollen laut der Umfrage weniger für Gebrauchsartikel ausgeben und 35 Prozent für Kleidung. Auch beim Ausgehen treten viele kürzer: 31 Prozent möchten bei der Gastronomie sparen und 24 Prozent bei Kultur, Freizeitaktivitäten und Hobbys.

Das vorsichtige Konsumverhalten dürfte sich in den Umsätzen vieler Anbieter niederschlagen, heißt es weiter in der Mitteilung. Beispielsweise will rund ein Viertel der Befragten im nächsten Jahr weniger Geld im Möbelhandel ausgeben. Und mehr als ein Fünftel plane, weniger für Elektronik- oder Haushaltsartikel liegen zu lassen.

Kaum gespart wird laut der Umfrage hingegen beim Kauf von Lebensmitteln. Rund die Hälfte der Befragten will dafür gleich viel ausgeben wie im Vorjahr.