Mit Gelächter, Zurufen und Musik stellen Hans Heini Narro und Sieben-Plätz-Hexen den 22 Meter hohen Narrenbaum. Später wandert sogar der Rathausschlüssel – Fasnet pur.
Am Sonntag, 8. Februar, war es wieder so weit: Die Hans Heini Narro und die Sieben-Plätz-Hexen aus Allmendshofen stellten ihren Narrenbaum – und das mit Publikum, Gelächter und den obligatorischen klugen Zurufen vom Rand, die bekanntlich noch jedem Baum beim Geradestehen geholfen haben.
Bei bestem Wetter und noch besserer Stimmung wurde der festlich geschmückte Baum an seinen Platz vor dem Allmendshofener Rathaus gebracht. Der ein oder andere Zunftangehörige wirkte dabei noch leicht gezeichnet vom Zunftball des Frohsinn Donaueschingen, der ja bekanntlich auch von den schauspielerischen Qualitäten und der tatkräftigen Unterstützung der Hans Heini und Riedhexen lebt.
Mit Humor ans Werk
Doch trotz eventueller Restmüdigkeit ging es mit vereinten Kräften, viel Erfahrung und mindestens genauso viel Humor ans Werk. Immerhin misst der Narrenbaum stolze 22 Meter und stammt – wie sollte es anders sein – natürlich aus dem Ried. Für die passende musikalische Begleitung sorgte die Pfuttli Musik aus Aufen. Frontmann Georg Langenbacher brachte die zahlreichen Besucher zuverlässig zum Mitschunkeln und Mitsingen.
Die Bevölkerung der Donaueschinger „Enklave“ Allmendshofen nahm dieses Angebot dankbar an. Ganz nebenbei wurde auch noch der Schlüssel des Roten Rathauses übergeben – an den „Bürgermeister“ der Enklave, Franz Wild. Nach getaner Arbeit wurde das erfolgreiche Narrenbaumstellen selbstverständlich ausgiebig gefeiert. Bei Getränken, guten Gesprächen und fröhlichem Beisammensein zeigte sich einmal mehr: Tradition lebt vor allem von Gemeinschaft und von einem gesunden Schuss närrischem Witz.
Auf Strafmilderung aus?
Später ließ sich sogar noch die Politprominenz blicken. Noch hatten sie gut lachen, doch schon am kommenden Mittwoch werden sie an der Juniperus-Quelle in Allmendshofen vor das Narrengericht zitiert: Michael Schmitt, Bürgermeister aus dem Brigachtal, und sein Hüfinger Pendant Patrick Haas. Mutig, könnte man sagen – oder schlicht der Versuch, mit frühem Erscheinen schon mal etwas Strafmilderung zu sammeln.