Viel gesprochen wurde nach dem Abpfiff des Abschiedsspiels von Martin Strobel. Wir haben Stimmen von einigen Protagonisten zusammen getragen.
Auch in jenem Moment, der ganz ihm gehörte, blieb Martin Strobel einfach Martin Strobel. Nach der Partie gab es noch einen aufwendig produzierten Film über seine Karriere zu sehen. Das Licht in der Halle wurde gedämpft, die Zuschauer verfolgten das Geschehen auf der Leinwand. Strobel saß mit Frau und Kindern in der Mitte der Halle.
Strobel wird emotional
Im Anschluss erklärte er: "Es ist nicht nur für mich wichtig, diesen Abschluss nun gefunden zu haben, sondern vor allen Dingen, dass so viel Geld für einen guten Zweck gesammelt wurde. Es ist toll, dass so viele ehemalige Mitspieler gekommen sind, die früher vielleicht manchmal nicht so gerne hierhergefahren sind." Lobende Worte gab es auch an den Verein: "Ich konnte hier meinen Traum leben. HBW und Martin Strobel, das passt einfach." Besonders emotional waren Strobels Worte an die Familie: "Mama und Papa: Ihr habt mein erstes Spiel gesehen und ich bin sehr froh, dass ihr auch das letzte gesehen habt." Und an seine "eigene Familie": "Ihr habt mir nach Niederlagen gezeigt, dass es auch noch etwas anderes gibt. Ich liebe euch!"
Auch die früheren Teamkollegen konnten ihre Emotionen nicht verbergen, allen voran Uwe Gensheimer. Die erste Begegnung der Beiden gab es mit 13 Jahren in einem Duell zwischen der Württembergischen- und Badischen Juniorenauswahl. Nach der Partie sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion: "Wenn ich ganz ehrlich bin, war es auch für mich sehr emotional, wenn man über 20 Jahre mit einem Spieler wie Martin verbringt. Es war der würdige Abschied für den Spieler und Menschen." Markus Baur meinte: "Ich fand das war ein super organisiertes Event. Es war sehr wertschätzend für Martin, das hat er einfach auch verdient. Es hat Spaß gemacht, so viele alte Weggefährten wieder zu treffen und dazu noch alles für einen guten Zweck. Ein perfekter Abend."
Heinevetter blickt voraus
Trotz einer Verletzung war auch Kiels Steffen Weinhold am Start. "Ich kenne Martin schon ewig. Es war eine lange Reise für ihn, auf der ich ihn immer wieder begleiten durfte. Das war auch für mich emotional zu sehen, wie er hier verabschiedet wird. Und es ist genau der Abschied, den sich Martin verdient hat." Torhüter Silvio Heinevetter blickte nach der Partie bereits voraus: "Das Spiel war toll, auch für die Zuschauer. Jetzt schauen wir mal wie der Abend noch wird. Ich freue mich einfach auf das Zusammensitzen mit den ganzen Jungs."
Rückraumspieler Christian Zeitz, der das "Team Strobel" noch kurzfristig verstärkte, meinte mit einem Grinsen: "Ich hab schon immer auf die Uhr geschaut, weil die zehn Minuten die ich spielen musste, schon lang für mich waren. Aber mich freut es einfach, dass wir Martin einen schönen Abschied bereiten konnten."
Viel Lob auch vom HBW
Auch seitens des HBW gab es in Person von Arne Stumpp und Bernd Karrer viele lobende Worte und zwei Geschenke für Strobel. Jens Bürkle sprach von einer "rundum gelungen Veranstaltung" und einer "guten Mischung aus ordentlichem Handball und Spaß".