Dieser Kickers-Auftritt machte Lust auf mehr – obwohl der Aufstieg nur noch theoretisch möglich ist. Foto: Baumann/Alexander Keppler

Nach dem dramatischen 3:2 von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers gegen den SGV Freiberg vor 4550 Zuschauern haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Mittwoch vor 4550 Zuschauern im Gazi-Stadion den SGV Freiberg im württembergischen Derby mit 3:2 (0:0) besiegt. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Solche Siege sind besonders schön. Es war ein hartes Stück Arbeit. Man hat auch heute gesehen, dass Freiberg richtig viel Qualität hat. Es war klar, dass wir eine richtig leidenschaftliche Leistung brauchen. Wir haben auf jeden Fall eindrucksvoll gezeigt, dass die Niederlage in Hoffenheim nichts mit uns gemacht hat. Uns gehen derzeit zwar die klaren Ballbesitzphasen etwas ab, was auch der Personalsituation geschuldet ist. Dafür leben wir von viel Energie, von einer sehr guten mannschaftlichen Geschlossenheit, von sehr viel Herz und Willensstärke. Großes Kompliment an meine Mannschaft, wie sie sich in jeden Zweikampf reingehauen hat, für die Moral, denn die Gegentore waren echte Nackenschläge. Am Ende haben wir uns belohnt. Das freut mich extrem für die Jungs und für die Fans, die uns zum Sieg getragen haben.“

Kushtrim Lushtaku (SGV-Trainer): „Nach unserer 2:1-Führung müssen wir den Deckel drauf machen. Doch wir haben die Dinger liegen gelassen. Die Kickers gaben nicht auf und machen das 2:2. Dass sie sehr viel Qualität im Kader haben, das hat man gegen Ende gesehen, als ihnen auch noch das 3:2 gelingt. Das war ein tolles Spiel für die Zuschauer. Für uns ist diese zweite Niederlage in Serie bitter. Trotzdem bin ich mit der Einstellung der Mannschaft zufrieden und mit der Philosophie, die wir verfolgen.“

„Wir haben alles reingehauen“

Meris Skenderovic (Kickers-Spieler): „Wenn man in der letzten Sekunde, vor dieser Kulisse, den Siegtreffer erzielt, dann ist das ein mega geiles Gefühl. Wir haben wirklich alles reingehauen und wollten uns nicht mit dem Unentschieden zufrieden geben, sondern investierten alles für den Sieg.“

David Braig (Kickers-Spieler): „Dieses Spiel hat riesig Spaß gemacht. Endlich ist uns einmal gegen Freiberg der Lucky Punch gelungen. Wir haben mit Herz gespielt, das sind wir unseren Fans auch schuldig, sie geben für uns ihr letztes Hemd. Da hat man als Spieler, mit dem Kickers-Wappen auf der Brust, auch eine Verantwortung.“

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Mein Treffer zum 1:1 steht in meinem persönlichen Tore-Ranking unter den Top 3. Wir haben eindrucksvoll gezeigt, dass die Saison für uns nicht vorbei ist. Es ist ein Unterschied, ob man Sechster oder Zweiter wird. Da kann man auch eine Aufbruchstimmung erzeugen. Dieser Sieg tut auf jeden Fall brutal gut.“

Louis Lord (Kickers-Torwart): „Es war ein tolles Gefühl, erstmals vor den Kickers-Fans aufzulaufen. Leon Neaime signalisierte nach dem Aufwärmen, dass er nicht bei 100 Prozent ist. Hut ab, dass er das getan hat. Es ging dann alles ganz fix. Ich hatte gar keine Zeit, groß nachzudenken.“