Enttäuschung bei Kickers-Spieler Christian Mauersberger. Foto: Baumann/Julia Rahn

Nach dem 1:3 von Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers bei der SG Sonnenhof Großaspach haben sich die Beteiligten zur Partie geäußert. Wir fassen die Stimmen zum Spiel zusammen.

Fußball-Regionalligist Stuttgarter Kickers hat am Samstag vor 4850 Zuschauern bei der SG Sonnenhof Großaspach mit 1:3 verloren. Wie ordnen die Spieler und Verantwortlichen das Geschehen ein? Die Stimmen zum Spiel im Überblick.

 

Marco Wildersinn (Kickers-Trainer): „Die männlichere, robustere und clevere Mannschaft gewonnen. Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Wir erzwingen die Gelb-Rote Karte nach der Pause, aber danach war unsere Linie dahin. Aspach hat sehr tief und clever verteidigt. Wir haben nicht die richtigen Mittel gefunden, weil wir nicht reif genug waren, kühlen Kopf zu bewahren. Wir waren zu umständlich, zu fehlerhaft und deshalb auch nicht torgefährlich. Wir hatten in dieser Hinrunde viel Luft nach oben. Wir haben eine Mannschaft, die sich noch weiter entwickeln muss. Auf dem Weg sind wir, den werden wir weiter verfolgen. Wir wollen die nächsten drei Spiele vor der Winterpause nutzen, um gute Leistungen zu bringen, zu punkten und dann mit viel Energie ins neue Jahr zu starten.“

Pascal Reinhardt (Großaspachs Trainer): „Meine Mannschaft hat gegen alle Widerstände angekämpft. Wie meine Jungs marschiert sind, wie sie alles wegverteidigt haben – davor ziehe ich den Hut. Ich kann mich an keine gefährliche Torchance der Kickers in Überzahl erinnern. Wir sind ein echtes Team, das zeigen wir jede Woche.“

Per Lockl (Kickers-Spieler): „Ich fand unsere erste Halbzeit ordentlich, leider kassieren wir dann in unserer Drangphase das 1:2. Nach der Pause waren wir in Überzahl nicht zwingend genug, wir haben es nicht geschafft, die Bälle in die Box zu bekommen.“

Julian Schieber (Sportlicher Leiter von Großaspach): „Gewinnen fühlt sich immer gut an. Aber so ein Sieg in diesem Prestigeduell tut besonders gut. Wir haben mit viel Willenskraft tief verteidigt. Der Sieg geht in Ordnung.“

Mann des Tages: Der zweifache SG-Torschütze Loris Maier. Foto: Baumann/Julia Rahn

Marlon Faß (Kickers-Stürmer): „Wir haben die Bälle nicht gefährlich genug in den Strafraum gebracht. Vor allem, als wir mit zwei Stürmern gespielt haben, hätten viel mehr Flanken kommen müssen. Was unsere Fans abgerissen haben, war top. Für sie tut es mir sehr leid, das tut richtig weh. Aber die Saison ist noch lang, und wir werden bei unserem letzten Heimspiel des Jahres am Samstag gegen Fulda alles reinhauen.“

Milan Petrovic (Kickers-Verteidiger): „Wir haben nicht viel zugelassen, kassieren aber drei Gegentore. Das zeigt, dass Aspach nicht viele Chancen braucht. Das spricht für sie und ihre Qualität. Ihre Hünen hinten drin, haben alles wegverteidigt. Bei uns hat der letzte Punch gefehlt. Jetzt muss gegen Fulda ein Dreier her – egal wie. Entschieden ist in dieser Saison noch lange nichts.“

Mert Tasdelen (SG-Spieler): „Ich kann mich bei dem Zweikampf nicht in Luft auflösen. Dann zeigt der Schiedsrichter mir Gelb-Rot – ohne mich vorher zu ermahnen.“

Marius Kunde (SG-Spieler): „Jetzt freuen wir uns, dass wir zur Belohnung zwei freie Tage bekommen haben. Der Loris darf uns davor gerne noch ein Bier ausgeben für seine zwei Tore.“