1982 haben zahlreiche Gäste das Richtfest während des Baus der Hohenzollernhalle mit einem großen Fest gefeiert. Foto: Wahl

Vor 40 Jahren wurde die Hohenzollernhalle in Bisingen an der Hauptstraße eingeweiht. Dass das neue Gebäude ausgerechnet in der Ortsmitte gebaut wird, war Gegenstand von Diskussionen. Im Gespräch war ein weiterer Standort.

Sobald das Dach gebaut ist, wird Richtfest gefeiert: So auch bei der Hohenzollernhalle im Jahr 1982. Bevor die Halle stand, fanden größere Festlichkeiten der Vereine und der Feuerwehr auf den Wiesen statt, erst auf der Reute-Wiese – auf der nun der Neubau eines Kindergartens geplant ist – und später dort, wo heute die Kirchspiel-Sporthalle steht. Größere Festzelte boten Tausenden Besuchern Platz und Schutz vor dem Wetter.

 

Aus dieser Situation heraus entstand der Wunsch, das kulturelle Leben in Bisingen an einem zentralen Ort stattfinden zu lassen, der auch ohne Zeltbahnen zum Verweilen einlädt. Hinzu kam der Gedanke, dem Ortskern ein neues Gesicht zu geben und diesen obendrein zu beleben.

Auf den Festplatz bei der Schule?

So war die Idee zum Bau der Hohenzollernhalle zwar geboren, aber dem Spatenstich gingen ausführliche Diskussionen voraus. Lange Zeit beschäftigten sich die Einwohner mit der Frage, ob es nicht vorteilhafter wäre, das Bauwerk im Bereich des Schulzentrums, also auf dem heutigen Festplatz, anzusiedeln. „Das war seinerzeit als Gemeinderat auch mein Wunsch“, weiß Dieter Payean zu berichten. Die räumliche Nähe zu den Sportanlagen sah er damals als Vorteil.

Zentraler Standort

Inzwischen weiß er, und dies habe sich nunmehr über 40 Jahre hinweg bestätigt, dass es einst der richtige Beschluss des Gemeinderates war, den heutigen zentralen Standort in der Ortsmitte auszuwählen.

1982 steigt das Richtfest mit zahlreichen Gästen

Das Richtfest fand 1982 statt, zwei Jahre später die Einweihung und die offizielle Eröffnung. Wer hätte bei der Einweihung geglaubt, dass die neue Hohenzollernhalle in der bewährten Weise zum Ortsbild und in dieser Weise zum Frequenzbringer werden würde?

In der „guten Stube“ sind sowohl bekannte als auch weniger bekannte Künstler, teils auch aus TV und Rundfunk aufgetreten, Orchester und Chöre bis hin zu Theatergruppen, nicht zu vergessen sind die zahlreichen Vereinsveranstaltungen.

„Allen Bürgern, allen Gästen diene sie zu frohen Festen“

Schon im Richtspruch hieß es: „Eine Halle wohlgebaut, steht jetzt da, kommt her und schaut. Treffpunkt für die Bürger alle, Alt und Jung, in jedem Falle für so viele Fälle wichtig steht sie hier am Ort grad richtig. Allen Bürgern, allen Gästen diene sie zu frohen Festen, zu Vortrag hören, diskutieren, sich versammeln, musizieren, tanzen, singen, Ständchen bringen. Stetes Ziel und Wunsch von allen Lust und Körper fit zu halten, bei den Jungen, bei den Alten, dass der schöne Heimatort schreite in die Zukunft fort“ – diese Funktion erfüllt das neue Gebäude bis heute.

Einweihung erfolgt im Jahr 1984

Vor dem Jahr 1984 dienten öffentliche Einrichtungen, wie das Feuerwehrhaus und die Schulaula als Veranstaltungsort für Feierlichkeiten. Die offizielle Einweihung der Hohenzollernhalle wurde mit dem dritten Bisinger Kirchspielstraßenfest fast zwei Wochen lang gefeiert.