Viele Klienten der Altenhilfe der Stiftung St. Franziskus haben bereits ihre Boosterimpfung erhalten. Foto: Stiftung

Die vierte Corona-Welle hat auch Baden-Württemberg mit voller Wucht erreicht. Überall steigen die Infektionszahlen. Auch in den Einrichtungen der Stiftung St. Franziskus melden sich immer mehr Mitarbeiter krank, sei es durch Corona-Infektionen oder auch jahreszeit-übliche Erkältungen und grippale Infekte.

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Schramberg-Heiligenbronn - In der Folge deutet sich eine Personalnot an, ähnlich wie bei der zweiten Corona-Welle. Deshalb appellieren die Vorstände der Stiftung St. Franziskus, Stefan Guhl und Thorsten Hinz, dringend an die Politik, mehr Unterstützung für die vulnerablen Bevölkerungsgruppen und insbesondere in den Einrichtungen und Diensten der Alten-, Behinderten- und Kinder- und Jugendhilfe zu leisten: „Es ist an Zeit, wieder die Bundeswehr als Testhelfer oder Pflegeunterstützer zu rufen“, so die Vorstände.

Entlastung gefordert

Die Bundeswehr hatte bereits während des letzten Winters vorbildlich die Testungen vor den Häusern der Altenhilfe der Stiftung St. Franziskus abgedeckt und damit eine große Entlastung für die Pflegekräfte gegeben. Boris Strehle, Aufgabenfeldleiter Altenhilfe der Stiftung St. Franziskus, ergänzt: „Auch brauchen wir dringend Entlastung von den überbordenden bürokratischen Auflagen. Zur Bekämpfung der Pandemie werden die Einrichtungen derzeit wieder mit umfassenden neuen Dokumentations- und Nachweispflichten belastet. Die hierfür erforderlichen personellen Ressourcen werden jedoch viel mehr in der direkten Pflege benötigt!“ In der Stiftung St. Franziskus ist allen klar, dass jetzt schnell gehandelt werden muss, um die vierte Pandemiewelle noch rechtzeitig vor Weihnachten zu brechen. „Sonst droht erneut ein trauriges Weihnachtsfest, das von Krankheit und dem Corona-Virus dominiert wird“, so die Vorstände.

Sicherheit erhöht

Die Stiftung hat in allen Arbeitsfeldern erheblich ihre Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Überall wird täglich getestet. Auch für geimpfte Mitarbeiter besteht täglich ein Testangebot. In der Altenhilfe ist dies auch rechtlich vorgeschrieben. Viele Klienten der Altenhilfe der Stiftung haben bereits ihre Boosterimpfung erhalten. Allerdings gibt es einzelne, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen durften. Diese gilt es jetzt vor allem zu schützen. In der Behindertenhilfe der Stiftung werden Anfang Dezember wieder die mobilen Impfteams Erstimpfungen, aber auch Boosterimpfungen für die Klienten als auch für die Mitarbeiter anbieten. Darüber ist die Stiftung sehr dankbar.

38 Mitarbeiter infiziert

Aktuell sind in der Stiftung 24 Klienten und 38 Mitarbeiter mit dem Corona-Virus infiziert. Stefan Guhl und Thorsten Hinz fordern darüber hinaus, alle bislang noch ungeimpften Mitarbeiter und Klienten dazu auf, sich impfen oder „boostern“ zu lassen: „Impfungen sind dort, wo sie medizinisch möglich sind, ein Dienst am Nächsten aber auch für sich selbst. Nur als Solidargemeinschaft lässt sich diese Pandemie bewältigen.“