Zu einem Austausch mit Landrat Wolf-Rüdiger Michel und Sozialdezernentin Angela Jetter trafen sich Vorstände der Heiligenbronner Stiftung St. Franziskus.
Die Stiftung St. Franziskus führte den Dialog jüngst durch. Für Landrat Wolf-Rüdiger Michel dürfte es sein letzter offizieller Besuch bei der Stiftung Stl Franziskus sein, da er Ende April 2026 in den Ruhestand tritt. Begleitet wurde er von Angela Jetter, Dezernentin für Soziales, Jugend und Versorgung. Gemeinsam informierten sie sich über aktuelle Entwicklungen in der Stiftung und tauschten sich mit den Vorständen, Andrea Weidemann und Stefan Guhl, von der Stiftung über zentrale Themen der sozialen Arbeit in der Region aus.
Fokus auf Frauenhaus
Ein besonderes Augenmerk lag laut Mitteilung der Stiftung St. Franziskus auf dem geplanten Frauen- und Kinderhaus, dessen Bau dank des engagierten Einsatzes von Michel nun realisiert werden könne. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2027 geplant. Beide Gäste betonten die Wichtigkeit dieses Schutzraums für Frauen in prekären Lebenslagen.
Zudem wurde über die Umwandlung der bisherigen Pflegestation des Klosters in eine moderne Pflege-Wohngemeinschaft gesprochen – ein Projekt, das neue Wege in der Pflege aufzeigt.
Komplexe Refinanzierung
Weitere Themen waren die aktuelle Situation rund um das Bundesteilhabegesetz (BTHG), dessen komplizierte Refinanzierungsregeln die Kommunen stark belasten.
Alle Beteiligten waren sich einig, dass dringend Vereinfachungen und eine bessere Abstimmung auf Landesebene notwendig sind, insbesondere bei den Wohnangeboten.
Michel und Jetter hoben hervor, wie wichtig die Stiftung als krisensicherer und verlässlicher Arbeitgeber in der Region sei. Gleichzeitig wurde diskutiert, welche Standortfaktoren, etwa eine gute ÖPNV-Anbindung, medizinische Versorgung, Bildungseinrichtungen und bezahlbarer Wohnraum notwendig seien, um Fachkräfte zu gewinnen und zu halten.
Auch der geplante Schulneubau „Campus Leben“ sowie die Rolle Heiligenbronns als besonderer Ort kirchlichen Engagements für das Gemeinwesen kamen zur Sprache.
Stiftung mit 6300 Klienten
Die Stiftung St. Franziskus hat eine bedeutsame Rolle in der Region inne. Sie ist eines der größten sozialwirtschaftlichen Unternehmen in Baden-Württemberg mit Einrichtungen und Diensten für Menschen mit Behinderungen, für alte und pflegebedürftige Menschen sowie für Kinder, Jugendliche und deren Familien. Knapp 2700 Mitarbeitende unterstützen derzeit rund 6300 Klienten.