Für die Kleinsten gibt es in dem neuen Feuerwehr-Fahrzeug einige spannende Dinge zu entdecken. Foto: Schäuble

Anlässlich der Weihe des neuen Einsatzfahrzeugs der Feuerwehr Bochingen fand am Wochenende das Feuerwehrfest mit vielen Besuchern und beeindruckenden Vorführungen statt.

Oberndorf-Bochingen - Spätestens als am Samstagnachmittag die Sirene ertönte, war der Bochinger Bevölkerung klar, dass das Feuerwehrfest begonnen hatte.

Die Schauübung der gemeinsamen Jugendfeuerwehr der Abteilung Bochingen und Boll stellte den ersten Programmpunkt dar. Die jungen Feuerwehrleute zeigten auf beeindruckende Weise, wie gut sie bereits in der Brandbekämpfung ausgebildet sind.

Gute Jugendarbeit

Nach der Begrüßung durch Abteilungskommandant Philipp Niethammer lobte Stadtbrandmeister Manuel Suhr in Hinblick auf die Schauübung, die hervorragende Jugendarbeit und betonte die Wichtigkeit der Jugendfeuerwehr. So konnten viele, heute aktive Kameraden schon in jungen Jahren für die Feuerwehr begeistert werden.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Peter Gaberle verwies auf den hohen Stellenwert einer schlagkräftigen Mannschaft. Im Anschluss erfolgte der Fassanstich, mit dem das zweitägige Fest offiziell eröffnet wurde.

Stichflamme und Explosion

Im Laufe des Mittags gab es Vorführungen, die das Durchzünden von Rauchgasen oder das Explodieren von Deo-Dosen zeigten. Ein Fettbrand wurde ebenso simuliert wie die entstehende Stichflamme, wenn ein falsches Löschmittel verwendet wird.

Am Abend bot die Feuerwehr Bochingen neben der musikalischen Unterhaltung durch Michel Minder auch noch eine Happy Hour mit Preisen von der letzten Fahrzeugweihe 2004 an.

Fahrzeug wird geweiht

Am Sonntag begann der Hauptfesttag bereits um 9 Uhr mit dem Gottesdienst. Diakon Thomas Brehm segnete nicht nur das neue Feuerwehrfahrzeug, sondern auch die gesamte Mannschaft, auf dass sie immer unversehrt von ihren Einsätzen zurückkehren werde.

Der Erste Beigeordnete der Stadt, Lothar Kopf, übergab den Schlüssel feierlich und freute sich darüber, dass man bei der Beschaffung des modernen Fahrzeugs sogar Preisnachlässe in Höhe von 80 000 Euro erreichen konnte. Dies sei durch eine Sammelbestellung, gemeinsam mit den Gemeinden Dornhan-Leinstetten und Eschbronn, möglich gewesen, so Stadtbrandmeister Manuel Suhr.

Mittagstisch bei 34 Grad

Neben der Neuanschaffung stellten die Herren jedoch auch die Feuerwehrleute in den Vordergrund, die mit ihrem freiwilligen Dienst einige Belastungen und Gefahren auf sich nähmen. Abteilungskommandant Philipp Niethammer dankte allen Verantwortlichen, die für die Beschaffung des Fahrzeuges und bei der Austragung des Festes viel geleistet hatten. Ganz besonders freute ihn die Anwesenheit der Feuerwehren aus Dornhan-Leinstetten und Eschbronn mit den Geschwisterfahrzeugen.

Der darauffolgende Frühschoppen und Mittagstisch, bei dem die Feuerwehr Bochingen Spanferkel zubereitete, waren trotz der Hitze von 34 Grad äußerst gut besucht. Vor allem, weil einige Feuerwehren aus den umliegenden Gemeinden stark vertreten waren.

Auch die Kinderkirche und die Kinderwanderung des Wandervereins Bochingen, die am selben Morgen stattfanden, endeten auf dem Fest, so dass viele Familien zu Besuch waren. Zur musikalischen Unterhaltung spielte der Musikverein Bochingen auf, im Anschluss übernahm Guschte mit seinem Keyboard.

Sonderfahrzeuge ausgestellt

Mittags war für die Besucher einiges geboten. Nicht nur die Wasserspiele und die Ausstellung einiger Sonderfahrzeuge der angereisten Feuerwehren, sondern auch eine Fahrt mit der Drehleiter waren bei Jung und Alt sehr beliebt. Die Feuerwehr Bochingen zeigte sich mit dem Verlauf des Festes sehr zufrieden.

Das neue Fahrzeug

Das Löschgruppenfahrzeug LF 10 besitzt ein Fahrgestell der Firma MAN und einen Aufbau der Firma Ziegler. Es verfügt über einen Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 2000 Litern und vier eingebauten Atemschutzgeräten im Mannschaftsraum, die es ermöglichen, sich bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort entsprechend auszurüsten.

Mit seiner weiteren Ausstattung ist die Feuerwehr Bochingen, sowohl bei Brand-, als auch bei Hilfeleistungseinsätzen bestens ausgestattet. Die Kosten für das Fahrzeug liegen bei insgesamt 338 000 Euro. Die Einsparung konnte zum einen durch die Sammelbestellungen mit zwei weiteren Feuerwehren, aber auch durch die einfachere Auslegung der Pumpe und dem Absehen von Sonderwünschen erreicht werden.