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Steuerzahler im Südwesten 650 Millionen werden je Monat hinterzogen

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Der 30. September ist der Tag der Steuergerechtigkeit. Foto: dpa

Berlin/Stuttgart - Der Chef der Steuergewerkschaft, Thomas Eigenthaler, schätzt, dass allein im Südwesten 650 Millionen Euro Steuern im Monat mehr erhoben würden, wenn die gravierendsten Defizite in der Steuerpolitik und im Steuervollzug beseitigt würden. Bundesweit, so Eigenthaler zum heutigen Tag der Steuer-Gerechtigkeit, lägen die Steuerausfälle bei bis zu 50 Milliarden Euro im Jahr.

Mit Aktionen in Stuttgart, Berlin und anderen Städten macht die Steuergewerkschaft, die 70.000 Mitglieder hat, auf die ­offenen Baustellen in der Finanzverwaltung aufmerksam. Kritisiert wird etwa, dass es noch immer keine bundesweit einheitliche Software für die Finanzverwaltung gebe. Dadurch verlängerten sich bereits in den ­Finanzämtern die Bearbeitungszeiten.

Viele Finanzämter seien zudem chronisch unterbesetzt. Die Länder müssten mehr Personal für Betriebsprüfer und Steuerfahnder einstellen. Vielfach gebe es keine Personalreserven, um Krankenstände und Ausfälle wegen Schwangerschaften auszugleichen. In der Finanzverwaltung fehlten 20.000 Beschäftigte, so Eigenthaler.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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