Weihnachtsaktion: Förderverein "Zukunft für Kinder in Afrika" sammelt Spendengelder für zwei Projekte

"Bildung schafft Zukunft": Unter diesem Motto steht die Weihnachtsaktion des Fördervereins "Zukunft für Kinder in Afrika" aus Stetten am kalten Markt. Diesmal will der Verein zwei Einzelprojekte im "Campus Vivant’e" in Marokko mit den Spendengeldern realisieren.

Stetten-Frohnstetten. Beim "Campus Vivant’e" handelt es sich um eine seit einem Jahr geförderte Bildungseinrichtung mit interkulturellem und ganzheitlichem Pädagogikkonzept im abgelegenen Bouguemeztal im Hohen Atlas.

Nachdem der Verein bereits Anfang des Jahres einen Betrag in Höhe von 9000 Euro für die integrative Gehörlosenpädagogik an der Schule gespendet hatte, stand nach dem Ausbau der persönlichen Kontakte mit der aus Tuttlingen stammenden Gründerin Stefanie Itto Tapal-Mouzoun für das Leitungsteam des Fördervereins fest, dass der Verein die Entwicklung dieser Modellschule nach Kräften weiter unterstützen möchte.

"Junge Menschen sollen in ihrer Heimat und der Berberkultur verwurzelt sein, aber diese selbstbewusst mit der modernen Welt verbinden und sich in ihrer Heimat Chancen aufbauen", lautet der Wunsch der engagierten Schulgründerin, die mit ihrem Mann Haddou und mit Unterstützung der Schweizer Partnerschule innerhalb von zehn Jahren aus kleinsten Anfängen einen lebendigen Schulcampus für mehr als 80 Kinder und Jugendliche aufgebaut hat.

Trotz der abgelegenen Lage des Hochgebirgstals war die Schule im Frühjahr von einercoronabedingten fünfmonatigen Schließung der kompletten Einrichtung betroffen. Umso größer war die Freude, als Anfang September wieder Leben und fröhliches Kinderlachen in den Campus einkehrte. Nach wie vor sind die Auflagen des Ministeriums sehr streng und stellen die Verantwortlichen vor hohe Herausforderungen.

Unter dem Eindruck dieser nicht gerade einfachen Situation möchte der Förderverein zwei konkrete Wunschprojekte der Schule mit Spenden aus der Weihnachtsaktion unterstützen: Für einen Betrag von 25 Euro wird für die Schüler ein "Corona-Schulausstattungspaket" zur Verfügung gestellt. Das Paket beinhaltet alles, was ein Kind ein Jahr lang für den Schulalltag benötigt: Seife, Desinfektionsmittel, Mund-Nasenschutz, zudem Stifte, Hefte, und Bastelmaterial. Viele Kinder stammen aus sehr armen Familien. Da sie sich diese Materialien selbst nicht leisten können, sind sie darauf angewiesen, dass diese die Schule stellt.

Zudem wird der geplante Bau eines Spiel- und Sportplatzes am Campus mit einer Spende unterstützt. Für die jüngeren Schüler des Kindergartens und der Grundschule ist der Aufbau eines Abenteuer-Klettergerüstes mit Schaukel und Rutsche, inte­griert neben Wippe und Sandkasten, geplant. Für die Umsetzung sollen Naturmaterialien sowie Holz, Autoreifen und Seile verwendet werden. Im Frühjahr wollen die Verantwortlichen das Projekt gemeinsam mit einem Schreiner und einem erfahrenen Volontär aus Europa verwirklichen.