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Stetten am kalten Markt Unter "rollendem Rad" entsteht Neues

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Ein monströses Unterfangen ist der Austausch der Brücke im Schmeiental, der im Februar 2021 abgeschlossen sein soll.Fotos: Grimm Foto: Schwarzwälder Bote

Die 140 Jahre alte Stahlgitter-Brücke im Schmeiental, genauer gesagt bei Bahnkilometer 74,974 der Strecke 4630, wird derzeit gegen eine neue Stahlkastenbrücke ausgetauscht.

Stetten-Storzingen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit haben die Vorbereitungen zu dem rund fünf Millionen teuren Vorhaben im Oktober 2019 begonnen. Seit Anfang Februar befindet sich die Baustelle nun im Vollbetrieb, der voraussichtlich im Februar nächsten Jahres beendet sein wird, wie Gerald Dirnberger, Vorarbeiter der von der Deutschen Bahn beauftragten österreichischen Baufirma Porr, sagte. Seine Firma, ein international tätiger Baukonzern mit Sitz in Wien, sei darauf spezialisiert, Brücken unter "rollendem Rad", wie es im Fachjargon genannt wird, zu erneuern beziehungsweise auszutauschen, wobei der Aufwand enorm ist, denn die bestehende Brücke soll bis zum Einsetzen der neuen Brücke in Funktion bleiben.

Die alte Brücke ist 35 Meter lang, die neue Stahlkastenbrücke soll jedoch zehn Meter länger werden, obwohl sie keinen Mittelpfeiler mehr besitzen wird und sich die Durchfahrtshöhe um 50 Zentimeter erhöht. Wie der Vorarbeiter erklärte, sei die längere Spannweite von 45 Metern dem Umstand geschuldet, dass beidseitig hinter dem alten Fundament die neuen Fundamente errichtet werden und das, wie gesagt, "unter rollendem Rad".

Um aber unter diesen Bedingungen arbeiten zu können, müsse dieser Bereich mit einer Behelfsbrücke versehen werden. Dazu muss die Strecke für mehrere Tage gesperrt und ein Schienenersatzverkehr eingerichtet werden. Voll gesperrt wird voraussichtlich in der Zeit vom 6. bis 9. April.

Rad- und Wanderwege führen unten durch

Da unter dieser Brückenbaustelle stark frequentierte Wander- und Radwege durchführen, bittet Darian Andone von der Bauleitung um Verständnis, dass diese Wege aus Sicherheitsgründen für die Dauer der Bauzeit gesperrt werden. "Es ist einfach zu gefährlich, den Weg offen zu lassen, zumal auch Schaulustige die Bauarbeiten behindern könnten." Entsprechende Beschilderung mit Umleitungshinweisen haben sowohl die Bauleitung als auch die Gemeinde ausgewiesen.

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