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Stetten am kalten Markt Skandal: Kinder hantieren mit Waffen

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Kinder an Waffen: Die Deutsche Friedensgesellschaft veröffentlichte dieses Bild vom "Tag der Bundeswehr" in Stetten am kalten Markt. Foto: DFG

Stetten am kalten Markt - Der Bundeswehr droht Ärger: Soldaten haben Kinder am Standort Stetten am kalten Markt (Kreis Sigmaringen) beim "Tag der Bundeswehr" offenbar mit ungeladenen Handwaffen hantieren lassen. Die Ermittlungen laufen; die beteiligten Soldaten müssen möglicherweise mit Disziplinarmaßnahmen rechnen.

Auf den Vorfall aufmerksam machte die Deutsche Friedensgesellschaft und legte auch Fotos vor. Waffen in Kinderhand – dies wäre ein "eindeutiger Verstoß gegen bestehende Vorschriften der Bundeswehr", sagte gestern ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin. Kindern und Jugendlichen unter 18 ist der Zugang zu Waffen und Munition nicht erlaubt. "Es verdichten sich zur Zeit die Anhaltspunkte, dass beim Tag der Bundeswehr in Stetten bei einem Stand zur statischen Waffenschau auch Kinder Zugang zu ungeladenen Handwaffen hatten", sagte der Sprecher weiter.

Die Bilder waren am vergangenen Samstag beim bundesweiten "Tag der Bundeswehr" aufgenommen worden. Sie zeigen kleine Kinder, die unter anderem mit einem G 36-Gewehr, einer P 8-Pistole oder einer Maschinenpistole MP 7 hantieren – "alles Waffen des Herstellers Heckler & Koch, berichtet die Friedensgesellschaft weiter.

Der Vorfall sei ein Skandal. "Es ist erschreckend, dass zur Nachwuchswerbung selbst die eigenen Richtlinien außer Acht gelassen werden", sagte Roland Blach von der Friedensgesellschaft. Überraschend sei das aber nicht. "Die Bundeswehr spricht junge Menschen heute gezielt wegen ihrer Technikbegeisterung mit Waffen an." Im Gegensatz zum Hantieren mit Kleinwaffen erlaube es das Verteidigungsministerium sogar, dass Kinder in Panzer, Kampfjets oder anderes militärisches Großgerät steigen.

Im Ministerium wurde der Vorfall laut den Angaben eines Sprechers erst bekannt, als Journalisten nach diesen Fotos fragten. Am Standort Stetten selbst war niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die meisten Besucher auf dem Großen Heuberg störten sich nicht an der Art der Darstellung. Nach Einschätzung von Beobachtern vor Ort stießen Militärtechnik und Info-Angebote der Bundeswehr bei den rund 12.000 Gästen vielmehr auf großes Interesse.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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