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Stetten am kalten Markt Jäger sollen Achtung vor den Geschöpfen der Natur zeigen

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Die Parforcehorngruppe aus Schömberg haben die Hubertusmesse in Stetten a.k.M. musikalisch bereichert. Foto: Grimm Foto: Schwarzwälder Bote

Stetten a.k.M. (sgr). Die Parforcehorngruppe aus Schömberg unter der Leitung von Hermann Sauter hat in der Kirche St. Mauritiuseinen Jägergottesdienst musikalisch gestaltet.

Zu dieser Hubertusmesse hatte der Leiter der Bundesforsthauptstelle in Baden-Württemberg mit Sitz in Meßstetten, Dietmar Götze, eingeladen.

Pfarrer Hans Wirkner und sein katholischer Kollege Pater Stefan hatten den ökumenischen Gottesdienst gemeinsam zelebriert und sind dabei auf den Hintergrund dieser traditionsreichen, aber immer wieder umstrittenen Messe, die jährlich anfang November gefeiert wird, eingegangen. Sie geht auf den Heiligen Hubertus von Lüttich zurück, der in seiner Jugend ein ausschweifender Jäger war, der das Töten des Wildes als Selbstzweck angesehen hatte. Mit dem Erscheinen eines Hirsches, in dessen Geweih ein goldenes Kreuz aufleuchtete, soll sich Hubertus besonnen haben und in allen Wesen göttliche Geschöpfe erkannt haben. Seitdem habe er sich ihnen hegend und pflegend zugewandt, wobei seine neue Grundhaltung "Achtung vor dem Geschöpf" als so genannte "Waidgerechtigkeit" in die Verhaltensgrundsätze der Jäger eingegangen sei.

Hubertus werde seither mit einen Hirschen, dessen Geweih ein leuchtendes Kreuz ziert, dargestellt, erläuterte Pfarrer Wirkner. Zum Bedauern des Pfarrers bringen viele junge Soldaten das Symbolbild eher mit einem Kräuterschnaps in Verbindung als mit einem Heiligen, meinte er mit humorvollem Augenzwinkern.

Die im Herbst 1974 gegründete Parforcehorngruppe Schömberg hat inzwischen in den Jagdvereinigungen eine gewisse Berühmtheit erlangt, denn sie nimmt seit 1984 am Landeswettbewerb in der Kunststufe Klasse ES teil und konnte 2012 zum achten Mal ihren Titel als Landessieger verteidigen. Ihre Parforcehörner, die in früheren Zeiten als Signalhörner bei der Parforcejagd dienten, unterstrichen mit ihren eindringlichen Naturtönen die Hubertusmesse in der Kirche St. Mauritius auf eine ganz besondere Art, wobei die Akustik des Kirchengewölbes das Ihrige dazutat.

Zu Beginn hatte Dietmar Götze die vielen Besucher, darunter Bürgermeister Maik Lehn, den Leiter des Bundeswehrdienstleistungszentrums Andreas Lenz und dessen Vorgänger Hartmut Keßler begrüßt. "Allerdings vermisse ich die Soldaten", bedauerte Götze den Mangel an anderen Uniformträgern.

Der Bundesforst übernimmt in der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben die Grüne Geländebetreuung auf den Liegenschaften des Bundes. Dies sind in erster Linie die Truppenübungsplätze, aber auch in größerem Umfang Naturschutzflächen, die in Folge des Bundesstraßenbaus entstanden sind. Vor allem bei den "Natura 2000"- Flächen sind besondere Naturschutzanforderungen notwendig, da diese Gebiete in einer bestimmten Form erhalten bleiben müssen. Als Leiter der baden-württembergischen Bundesforsthauptstelle ist Götze für eine Fläche von rund 20 800 Hektar zuständig.

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