Vor dem coronabedingten Teil-Lockdown ab Montag folgt im Kreis Sigmaringen eine Zwischenlösung.Foto: Gabbert Foto: Schwarzwälder Bote

Inzidenz: Landkreis überschreitet 50

Kreis Sigmaringen. Im Sigmaringer Landratsamt haben sich gleich 15 Mitarbeiter einer Abteilung mit dem Corona-Virus infiziert und sind nun, ebenso wie ihre als enge Kontaktpersonen eingestuften Kollegen, in Quarantäne. Weitere Mitarbeiter arbeiten vorsichtshalber zu Hause. Welche Abteilung ist, behält das Landratsamt aus Rücksicht auf die Betroffenen für sich. Es versichert aber, dass sie kaum Bürgerkontakt habe und es unwahrscheinlich sei, dass Kundschaft angesteckt wurde. Das Landratsamt bleibt weiterhin geöffnet – mit Terminvereinbarung – ; die bestehende Maskenpflicht sowie Abstands- und Lüftungsregeln wurden ausgeweitet. 

Der Landkreis Sigmaringen hat die kritische Inzidenzzahl 50 überschritten – laut dem Landratsamt lag sie gestern bei 55. Am Mittwoch waren gleich 28 neue Infektionen registriert worden, so viele wie seit Anfang April nicht mehr. Die Erkrankten haben sich vor allem im privaten Umfeld und der Familie angesteckt.

Das Überschreiten der 50er-Marke hat auch rechtliche Folgen für den Landkreis; er muss nun eine Sperrstunde in der Gastronomie – 23 Uhr – und ein Außenabgabeverbot von Alkohol anordnen.  Die Verfügung gilt allerdings ohnehin nur von Freitag bis Sonntag; am Montag treten die restriktiveren Regeln in Kraft, welche die Kanzlerin und die Länderchefs am Mittwoch beschlossen haben. Dann bleiben die Gaststätten ganz geschlossen.

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