Corona: Kreis Sigmaringen unterschreitet markante Schwelle

Sigmaringen. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Sigmaringen derzeit bei einem Wert von 32,9 (Stand: Freitag). Derzeit gibt es keine größeren Ausbruchsgeschehen. Sorge bereiten den Verantwortlichen im Gesundheitsamt die Virusmutationen. Bisher wurde im Kreis Sigmaringen bei vier positiv auf SARS-Co-V 2 getesteten Menschen die britische, deutlich ansteckendere Virusvariante entdeckt.

"Je rascher sich die mutierten Viren verbreiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Inzidenz bald wieder ansteigt", macht Susanne Haag-Milz deutlich. Daher sind die Quarantäneregeln für Infizierte und deren Kontaktpersonen nochmals verschärft worden.

"Wir dürfen jetzt nicht übermütig werden. Mühsam haben wir uns über viele Wochen erarbeitet, dass unsere Kliniken nicht überbelastet werden und wir die Aussicht haben, vielleicht bald wieder Grundschulen und Kindergärten zu öffnen", so Landrätin Stefanie Bürkle.

Nachdem die landesweite Ausgangssperre seit Donnerstag nicht mehr gilt, entscheiden nun die Landkreise über mögliche Ausgangssperren im Kreisgebiet. Im Kreis Sigmaringen wird in Anbetracht der derzeitigen Lage vorerst keine Ausgangssperre erlassen. Auch wenn die Inzidenz derzeit sinkt und die Schwelle von 50 unterschritten hat, betont Bürkle, dass alle Kontaktbeschränkungen, das Verbot von Veranstaltungen und Vereinsaktivitäten sowie für das Konsumieren von Alkohol auf vielen öffentlichen Flächen weiterhin gelten.

"Wenn wir uns alle an die Regeln halten, haben wir die Chance, um Ausgangssperren in der Zukunft herumzukommen", so Bürkle. Sollte die Inzidenz wieder steigen und mehr mutierte Viren nachgewiesen werden, werde das Landratsamt rasch entscheiden. Eine Ausgangssperre gölte nach Vorgaben des Landes dann von 21 bis 5 Uhr.