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Stetten am kalten Markt Das Land nutzt seine Dächer

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Oben drauf Photovoltaik, darunter Forschung und Lehrer zum Thema Energiewirtschaft: das Dach der Hochschule Foto: Amt Ravensburg Foto: Schwarzwälder Bote

Mit Geld von Vater Staat gegen Ruß für Mutter Natur: Rund 11 500 Euro kann die Hochschule Albstadt-Sigmaringen künftig sparen, weil sie umweltfreundlichen Strom produziert.

Albstadt-Sigmaringen. Auf dem Dach des Gebäudes 900 der Hochschule Albstadt-Sigmaringen ist eine rund 300 Quadratmeter große Photovoltaikanlage in Betrieb genommen worden. "Die neue Photovoltaik-Anlage erzeugt durchschnittlich 62 000 Kilowattstunden Strom pro Jahr. Neben der positiven Umweltbilanz sollen künftig jedes Jahr etwa 11 500 Euro an Stromkosten eingespart werden. Damit rechnen sich die Investitionen von rund 157 000 Euro nach knapp 14 Jahren", sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett.

Die Rektorin der Hochschule Albstadt-Sigmaringen, Ingeborg Mühldorfer, freut sich über die neue Photovoltaikanlage: "Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind für uns an der gesamten Hochschule wichtige Themen. Die neue Anlage passt sehr gut zu uns und unserem Studienangebot, zu dem unter anderem der Bachelorstudiengang Energiewirtschaft und Management zählt."

Ziel ist die klimaneutrale Landesverwaltung

Die Photovoltaikanlage in Sigmaringen ist Teil des verwaltungsinternen Refinanzierungsverfahrens, eines energetischen Sonderprogramms für technische Verbesserungen in bestehenden Gebäuden zur Energie- und Wassereinsparung. Die Investitionen refinanzieren sich über die jeweils eingesparten Energiekosten der Projekte. Der Ausbau von Photovoltaikanlagen auf Landesliegenschaften ist ein wichtiger Teil des fortgeschriebenen Energie- und Klimaschutzkonzepts für landeseigene Liegenschaften 2020 bis 2050 und soll dazu beitragen, das im Klimaschutzgesetz für Baden-Württemberg enthaltene Ziel einer weitgehend klimaneu­tralen Landesverwaltung bis 2040 zu erreichen.

War bis Ende 2019 bereits eine Fläche von mehr als 100 000 Quadratmetern mit Photovoltaikanlagen auf landeseigenen Liegenschaften belegt, so soll mit der Fortschreibung die Fläche bis 2025 auf mindestens 130 000 Quadratmeter und bis 2030 auf mindestens 175 000 Quadratmeter anwachsen.

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