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Stetten am kalten Markt Älteste Frohnstetterin feiert 100. Geburstag

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Josefine Löffler feiert heute ihren 100. Foto: Neusch Foto: Schwarzwälder Bote

Stetten a. k. M.-Frohnstetten. Bei guter Gesundheit konnte Josefine Löffler aus Frohnstetten im Kreis ihrer Familie ihren 100. Geburtstag feiern. Bescheiden und ohne große Ansprüche, dafür aber immer an allem interessiert und stets mit einem verschmitzten Lächeln auf den Lippen – so kennen und schätzen die Frohnstetter Josefine Löffler. Und so ist es auch kein Wunder, dass sie selbst aus ihrem 100. Geburtstag nicht viel Aufhebens machen wollte. "Ich bin Gott dankbar dass ich diesen Tag noch erleben darf", antwortet die älteste Einwohnerin ihres Heimatdorfs auf die Frage, was sie mit Blick auf ihren Jubeltag denn am meisten bewege.

Überhaupt war der Glaube schon immer eine wichtige Säule in ihrem Leben, und so ist es bis heute geblieben. Soweit es ihre Gesundheit zulässt, versäumt sie keinen Sonntagsgottesdienst und ist dank der Unterstützung von Familienmitgliedern und hilfsbereiten Freunden auch bei den abendlichen Rosenkranzgebeten unter der Woche immer wieder dabei, denn das Laufen längerer Strecken fällt ihr doch zunehmend schwer. Dass die körperlichen Kräfte in den vergangenen Jahren doch spürbar nachgelassen haben, hält Josefine Löffler aber nicht davon ab, jeden Tag noch für sich und ihren schon weit über 90-jährigen Mann zu kochen und so gut es geht ihren Haushalt zu versorgen. Nur sonntags bleibt die Küche kalt, da lässt sie sich gerne von ihrer Tochter Mina zum Mittagessen einladen.

An dem, was in ihrem Heimatort und darüber hinaus passiert, ist die rüstige Jubilarin nach wie vor interessiert. Für das Lesen der Zeitung nimmt sie sich jeden Morgen Zeit, und dank ihrer bewundernswerten geistigen Frische kann man sich mit ihr über aktuelle Themen aus verschiedenen Bereichen austauschen. Der Rückblick auf ihr Leben erfüllt sie mit großer Dankbarkeit, auch wenn es immer wieder harte und sehr entbehrungsreiche Zeiten gab.

Schon früh musste sie als junge Frau ihre Arbeit als Spulerin bei der Firma Eugen Ott in Ebingen aufgeben, um ihre kranke Mutter zu versorgen und nach deren Tod mit ihrem Vater die Landwirtschaft betreiben. Zwischen Hoffen und Bangen verbrachte sie die Kriegsjahre, als ihr Mann in Finnland und Norwegen eingesetzt war und schließlich in französische Kriegsgefangenschaft geriet. Doch es gab auch schöne, unvergessliche Momente in ihrem Leben: etwa die Geburt ihrer Kinder, Enkel und Urenkel, oder als sie 1984 mit Bekannten sechs Wochen lang in Brasilien unterwegs war, um ihren Bruder zu besuchen, der in Curitiba als Pallotinerpater eine Pfarrei betreute.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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