Nach der Übergabe der Jägerbriefe durch Kreisjägermeisterin Barbara Meyer-Böhringer (links) und Ausbilder Martin Steudinger (Zweiter von links) an die Jungjäger dürfen diese nun ihre Passion für die Hege und Pflege des Wilds ausüben. Foto: Lothar Schwark

Bei der Hauptversammlung der Jägervereinigung Kreis Freudenstadt im Kinzighaus wurde elf Jungjägern zur bestandenen Jägerprüfung gratuliert. 726 Mitglieder hat die Vereinigung aktuell, Tendenz weiterhin steigend.

Zur Hauptversammlung der Jägervereinigung Kreis Freudenstadt begrüßte Kreisjägermeisterin Barbara Meyer-Böhringer zahlreiche Gäste im Kinzighaus in Loßburg.

 

Bürgermeister Christoph Enderle, der selbst passionierter Waidmann ist, gratulierte allen Jungjägern zur bestandenen Jägerprüfung. Er sprach auch kritische Themen an, darunter ein aus seiner Sicht notwendiger Bürokratieabbau sowie die Aufbewahrungsurteile zu den Schlüsseln zum Waffenschrank. Die Verarmung der Genetik des Rotwilds war ebenso Thema wie auftretende Schwarzwildschäden.

Winterzauber oder beim Weihnachtsmarkt in Freudenstadt

Enderle brach eine Lanze für die jungen Jäger und die Rückbesinnung auf alte Werte. Wenn man sich auf den Ursprung der Jagd zurückbesinne, brauche es keine Kontrollen und Anfeindungen, sagte Enderle. Jagd sei eine Passion und kein Hobby, die Hege und Pflege des Wilds stehe an erster Stelle. Sein Appell: Die Jägervereinigung müsse sich bei Veranstaltungen selbstbewusster vorstellen. Beim Winterzauber oder beim Weihnachtsmarkt in Freudenstadt könnten Rehwurst oder Burger angeboten werden. So könne das eine oder andere positive Gespräch zustande kommen.

Die Jagdhornbläser untermalten die Hauptversammlung der Kreisjägervereinigung. Foto: Lothar Schwark

Im selben Jahr, in dem das Grundgesetz den 75. Geburtstag feiert, wird auch die Jägervereinigung 75 Jahre alt. Meyer-Böhringer hob die Höhepunkte der vergangenen Jahre hervor. Der Schießstand wird seit Juli 2010 im Eigenbetrieb geführt. Mehrmals wurde dieser nach neuesten Richtlinien saniert. Heute verfüge man im „Jägerloch“ über eine modern ausgebaute Anlage.

Ein erfolgreiches Standbein bleibe die Jagdschule der Jägervereinigung. Seit zwei Jahren arbeite die Rotwild-Hegegemeinschaft wieder, was laut der Kreisjägermeisterin ein kleiner erster Schritt sei. Als sehr erfolgreich erweise sich die Jungtierrettung mithilfe von Drohnen. Die Aktion „Lernort Natur“ komme in Kindergärten und Schulen gut an.

Schatzmeister Nicolai Wölfel meldete 726 Mitglieder, Tendenz weiterhin steigend. Vier Anträge wurden beraten und beschlossen.

Waldumbau in Zeiten des Klimawandels

In seinem Festvortrag erläuterte Landesjägermeister Jörg Friedmann, dass Jäger auch Anwälte des Wilds seien. Die Jagd entwickele sich weiter, man müsse sich den Anforderungen stellen. Friedmann sprach den Bestandsschutz des Luchses an, der anders als der des Wolfs zu betrachten sei. Man müsse einen angemessenen Umgang mit dem Rotwild finden. Die Jagd müsse den Waldumbau in Zeiten des Klimawandels unterstützen.

Mehrfach spielten die Jagdhornbläser während der Versammlung. Die Bewirtung hatte der Trachtenverein Loßburg übernommen.

Auszeichnungen und Jägerbriefe

Ehrungen
 50 Jahre: Horst Jäkle (Hegering (HR) 4), Paul Neff (HR 9), Erwin Pross (HR 4), Peter Ruopp (HR 8), Josef Wally (HR 9). 65 Jahre: Karl Kappler (HR1).

Verdienstnadel
Die Verdienstnadel des Landesjagdverbands in Bronze erhielten Ralf Koßmann (HR 2), Hartmut Johannsen (HR 2), Joachim Maurer (HR 3), Thomas Bühler (HR 7) und Rainer Sieber (HR 9).

Ehrenmitglieder
Zu Ehrenmitgliedern der Kreisjägerschaft Kreis Freudenstadt wurden Fritz Weidner und Maximilian Späth ernannt.

Jägerbriefe
Ihre Jägerbriefe erhielten: Max Brenner, Patrick Blocher, Ann-Katrin Bronner, Rene Gerbershagen, Doris Günther, Robin Jäkle, Nelson Monteiro Lopes, Robin Ott, Heike Saier, Alexander Sturm und Friedrich von Podewils.