Bei einer totalen Mondfinsternis ist der Mond in verschiedenen Farbstufen zu sehen. Foto: Sternwarte Zollern-Alb

Anlässlich einer totalen Mondfinsternis lädt die Sternwarte Zollern-Alb am 7. September ein, dieses Ereignis bei sich in Rosenfeld-Brittheim zu beobachten.

Noch vor drei Wochen galt der Mond als störender Himmelskörper bei der Beobachtung der Perseiden-Sternschnuppen. Dies wird sich jedoch am kommenden Sonntag, 7. September, grundlegend ändern, teilt die Sternwarte Zollern-Alb mit Sitz in Rosenfeld-Brittheim schriftlich mit.

 

Denn an diesem Abend wird eine totale Mondfinsternis zu sehen sein. Anlässlich dieses Ereignisses veranstaltet die Sternwarte einen öffentlichen Beobachtungsabend, welcher um 19.45 Uhr beginnt.

Rund eine Stunde lang kann in der Rosenfelder Warte das Schauspiel beobachtet werden

Während im Westen die Sonne untergeht, geht kurz danach am östlichen Horizont der Mond auf. Allerdings wird er hierbei nicht so hellleuchten wie gewohnt, denn er befindet sich zum Zeitpunkt seines Aufgangs bereits im Kernschatten der Erde – was mit zunehmender Dämmerung als totale Mondfinsternis zu beobachten ist.

Das farbliche Erscheinungsbild während einer Finsternis wird von Astronomen in fünf Stufen unterteilt. In der tiefsten Stufe ist der Mond wegen einer grauen bis fast schwarzen Färbung kaum mehr zu erkennen.

Bei der höchsten Stufe hingegen können Details auf der Mondoberfläche problemlos identifiziert werden, während der gesamte Mond in einem kupfer- bis orangeroten Licht leuchtet. Man darf also gespannt sein, in welcher Farbe der Mond am Sonntag erscheinen wird.

Rund eine Stunde nach Mondaufgang wird das Farbenspiel zu Ende sein, da sich der Mond dann langsam aus dem Schatten der Erde hinausbewegt und er dabei zunehmend heller wird. Kurz vor 22 Uhr ist er wieder wie gewohnt als vollständig hellleuchtender Vollmond am Himmel zu sehen.

In manchen Teilen der Erde wird die totale Mondfinsternis als bedrohliches Ereignis bewertet

Während in unseren Breiten eine Mondfinsternis als naturwissenschaftlich erklärbares und damit harmloses Naturphänomen betrachtet wird, gilt das Himmelsschauspiel in manchen Gegenden unserer Erde als bedrohliches Ereignis.

So schossen vor 27 Jahren Teile der Armee in Kambodscha wegen abergläubischer Überlieferungen auf den verfinsterten Erdtrabanten, was zwei Tote und 85 Verletzte zur Folge hatte.

Nähere Informationen können der Webseite der Sternwarte unter www.sternwarte-zollernalb.de entnommen werden.