Auch in diesem Jahr sollen wieder so viele Sternsinger durch Geislingens Straßen ziehen. Foto: Archiv

An Dreikönig ziehen 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Geislingen von Haus zu Haus. Ihr Einsatz soll Spenden für drei Projekte in der Dritten Weilt einbringen.

Mit der Sternsingeraktion, der weltweit größten Hilfsorganisation von Kindern für Kinder, werden weltweit Bedürftige unterstützt, damit diese bessere Zukunftsperspektiven haben. Seit mehr als 50 Jahren wird diese Tradition auch in Geislingen gepflegt. Dort kommen – Jahr für Jahr erstaunliche Spendensummen zusammen.

 

Im Festgottesdienst an Dreikönig, der vom Kirchenchor feierlich umrahmt wird, werden die Sternsinger ausgesandt. Danach ziehen etwa 90 Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Alter von fünf bis 68 Jahren durch die Straßen der Sonnenstadt.

Die Heiligen Drei Könige bringen mit ihren Sprüchen und Liedern den Segen in jedes Haus und schreiben den Wunsch „C+M+B – Christus mansionem benedicat“ – zu Deutsch „Christus segne dieses Haus“ – entweder an die Haustüren oder sie bringen einen Aufkleber mit dem Segensgruß an. Außerdem werden von den Königen in Geislingen an diesem Tag Spenden für drei Projekte gesammelt.

Drei Projekte für Kinder und Jugendliche

In diesem Jahr wird das Projekt „Mbinga Loreto“ in Tansania unterstützt. Es handelt sich dabei um eine Schule und ein Heim für körperbehinderte Kinder. Schwestern, Kindern und Mitarbeiter bauen auf eigenen Feldern und im Garten Obst, Gemüse und Getreide für den Eigenbedarf an.

Das zweite Projekt ist die Kindertagesstätte „Creche Raio de Sol“ in Atibaia in Brasilien. Das Erziehungszentrum „Sonnenstrahl“ für vorschulpflichtige Kinder wurde bereits vor mehr als 25 Jahren gegründet. Es gehört zu den Aufgabengebieten der Schönstätter Marienschwestern.

Begleitet wird das Projekt von Beginn an von Schwester Marione Ginter, die auch den Geislingern bekannt ist. Sie berichtet mit Briefen und Fotos seit vielen Jahren über die Verwendung der Spenden.

Das dritte Projekt in der indischen „T-Shirt-City“ Tiruppur soll Kindern eine Schulausbildung und Jugendlichen eine Berufsausbildung angeboten werden. Es soll so verhindert werden, dass sie die Schule abbrechen, um ohne geregelte Arbeitszeiten schnelles Geld zu verdienen. In Tiruppur wird etwa ein Drittel der Textilien Indiens für den Export produziert.

Die Ministranten haben die Segensbriefe in Kuverts gesteckt. Foto:  Ute Koch

Die Sternsinger hinterlassen in Häusern, in denen niemand anzutreffen war, Segensbriefe. Diese enthalten Informationen zu den drei Projekten und einen Überweisungsträger, damit auch diese Haushalte die Chance haben, die Aktion zu unterstützen.