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Sternenhimmel im August Vier Planeten strahlen um die Wette

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Farbenfrohe Himmelslandschaft: So betitelt die Europäische Südsternwarte dieses Bild des Sternhaufens RCW38, das bei Tests mit einem neuen Optiksystem namens Graal aufgenommen wurde. Es zeigt die Sterne und Wolken aus hell leuchtendem Gas in feinsten Details, mit dunklen Staubfäden, die sich durch den hellen Kern dieser jungen Sternsammlung ziehen. Foto: Eso

Stuttgart - Vier helle Planeten schmücken den abendlichen Nachthimmel. Im Westen strahlt die glänzende Venus, im Südwesten sieht man den hellen Jupiter, im Süden steht der bleiche, gelbliche Saturn, und im Südosten zieht der rötliche Mars die Blicke auf sich. In der letzten Augustwoche zeigt sich auch der selten zu sehende Merkur in der Morgendämmerung.

Venus ist mit Abstand der weitaus hell­ste Planet am irdischen Firmament. Zur Monatsmitte erreicht unser innerer Nachbarplanet seinen größten östlichen Abstand von der Sonne. Im Teleskop zeigt sich Venus halb beleuchtet. Das Planetenscheibchen sieht aus wie ein winziger Halbmond. Venus geht immer früher unter. Denn sie strebt im Tierkreis nach Süden und überschreitet am 6. den Himmelsäquator. Sie wandert durch das Sternbild Jungfrau und steuert auf dessen Hauptstern Spica zu. Am Monatsletzten geht Venus bereits wenige Minuten nach neun Uhr abends unter. Am 14. August sieht man über dem Westhorizont Venus, an der die schmale Sichel des zunehmenden Mondes vorbeiwandert.

Mars leuchtet in rötlichem Licht

Jupiter hält sich im Sternbild Waage auf. Der Riesenplanet wird schnell immer kürzer sichtbar. Geht er Anfang August eine Viertelstunde nach Mitternacht unter, so verlässt er die Himmelsbühne am Monatsende schon kurz vor halb elf Uhr nachts. Jupiter leuchtet in einem hellen, weißlichen Licht. An Glanz wird er nur noch von Venus und zurzeit auch von Mars übertroffen.

Der Kriegsplanet leuchtet zu Dämmerungsende im Südosten in einem deutlich rötlichen Licht. Am letzten Julitag kommt er in extreme Erdnähe. Er ist daher nach Venus der hellste Planet. Seine Helligkeit geht im Laufe des August merkbar zurück, da sich die Erde auf der Innenbahn rasch von ihm entfernt. Zur Monatsmitte erreicht Mars mit minus 26,5 Grad Deklination seine südlichste Position im Tierkreis. Der fast volle Mond zieht am 23. relativ weit nördlich an Mars vorbei. Vom Morgenhimmel zieht sich Mars allmählich zurück. Ende August geht der Rote Planet schon um halb drei Uhr morgens unter.

Saturn im Sternbild Schütze wird zum Planeten der ersten Nachthälfte. Geht der Ringplanet Anfang August um 3 Uhr morgens unter, so erfolgt sein Untergang am 31. bereits eine Stunde nach Mitternacht. Im Fernrohr bietet Saturn mit seinem prächtigen Ringsystem einen faszinierenden Anblick. Merkur erscheint gegen Monatsende tief am Nordosthorizont in der beginnenden Morgendämmerung. Der schwierig zu beobachtende kleine Planet geht kurz vor vier Uhr morgens auf. Die besten Chancen, ihn zu erspähen, bieten die Tage vom 28. August bis 3. September.

In der Nacht vom 12. auf den 13. gibt es besonders viele Sternschnuppen

Der August gilt als Sternschnuppenmonat. Diese Bezeichnung verdankt er dem Meteorstrom der Perseïden. Er ist der ergiebigste Strom des ganzen Jahres. Zum Maximum flammen über hundert Sternschnuppen auf, darunter auch sehr helle Exemplare, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln. Der Höhepunkt ist in der Nacht vom 12. auf 13. zu erwarten. Diesmal stört kein Mondlicht die Sichtung der Perseïden. Die ersten Perseïden-Meteore erscheinen bereits Ende Juli. Nach Mitte August sind kaum noch Perseïden zu sehen.

Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Perseus zu entströmen – daher der Name. Sie flitzen in alle Richtungen. Mit 60 Kilometer pro Sekunde sind sie sehr schnelle Meteore. Sie sind Trümmerstücke des Kometen 109P/Swift-Tuttle. Im Volksmund heißen die Perseïden „Tränen des Laurentius“ nach dem Märtyrer Laurentius, der am 10. August 258 nach Chr. auf glühendem Rost zu Tode gefoltert wurde.

Am 11. tritt um 11.58 Uhr die Neumondphase ein. Dabei schiebt sich der dunkle Neumond vor die Sonne und bedeckt sie teilweise. Diese partielle Sonnenfinsternis ist allerdings von Mitteleuropa aus nicht zu sehen. Sie lässt sich in Skandinavien, Island, Grönland und weiten Gebieten des nordöstlichen Asiens beobachten. Zum Maximum, das von Sibirien aus zu verfolgen ist, verfinstert der Mond knapp 70 Prozent der Sonne. Am Vorabend der Sonnenfinsternis hält sich der Mond mit 358 080 Kilometer Distanz in Erdnähe auf, während er sich am 23. mittags mit 405 750 Kilometer in Erdferne befindet.

Vollmond wird am 26. um 13.56 Uhr erreicht. Abends sieht man den Vollmond vor den Sternen des Wassermanns. Die Wassermann-Sterne werden allerdings vom Mondlicht überstrahlt und sind daher kaum zu sehen. Selbst in dunklen Neumondnächten hat man Schwierigkeiten, das Sternbild Wassermann zu erkennen. Denn die Lichtverschmutzung über unseren Städten erlaubt uns nur die hellsten Sterne zu sehen – alle anderen verblassen.

Das Sternbild Pegasus erinnert an eine Vorfahrtstafel

Der sommerliche Fixsternhimmel entfaltet jetzt seine volle Pracht. Hoch im Süden erblickt man das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega, Deneb und Atair. Weit im Westen funkelt der Bärenhüter, besser bekannt unter seinem Namen Arktur. Der Skorpion bereitet sich im Südwesten auf seinen Untergang vor. Sein Hauptstern Antares ist ein roter Überriesenstern.

Dem Skorpion folgt im Tierkreis der Schütze. In ihm hält sich zurzeit Saturn auf. Östlich vom Schützen nimmt das unauffällige Sternbild Steinbock seinen Platz ein, das in diesen Wochen vom Mars durchwandert wird. Dem Steinbock folgt im Südosten der Wassermann, der ebenfalls nur lichtschwache Sterne enthält und darum nicht leicht zu erkennen ist. Im Osten steigt das markante Sternenviereck des Pegasus empor. Der Sage nach ist der Pegasus ein geflügeltes Pferd, das den Poeten zu ihren Gedankenflügen verhelfen soll. Im Aufgang steht das Pegasusviereck schräg zum Horizont. Die untere Ecke deutet zum Osthorizont. Es sieht aus wie eine riesige Vorfahrtstafel. Da das Pegasusquadrat im Herbst abends hoch im Süden zu sehen ist, nennt man es auch Herbstviereck.

Die Sonne nähert sich dem Himmelsäquator. Am 11. verlässt sie morgens das Sternbild Krebs und wechselt in den Löwen, an dessen Hauptstern Regulus sie am 23. vorbeizieht. Am gleichen Tag tritt sie frühmorgens in das Tierkreiszeichen Jungfrau. Die Tageslänge schrumpft in Stuttgart um eine Stunde und 36 Minuten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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