Erneut hat die Volksbank Mittlerer Schwarzwald den Preis verliehen. 18 Vereine hatten sich in diesem Jahr mit ihren Projekten beworben.
18 Vereine hatten sich beworben, die begehrte Trophäe konnte aber nur einer mit nach Hause nehmen. Wer sie und die 1000 Euro Preisgeld gewonnen hatte, wurde am Dienstagabend bei der Preisverleihung von „Sterne des Sports“ (siehe Info) verkündet. Gastgeber war in diesem Jahr der TV Steinach, der die Vereinsvertreter in die Turn- und Festhalle geladen hatte.
„Viele von Ihnen sind im positiven Sinne Wiederholungstäter. Es ist jedes Jahr aufs Neue beeindruckend, was die Vereine leisten“, meinte Volksbank-Vorsitzender Martin Heinzmann zu Beginn. Der TV Steinach habe 2025 zum Beispiel schon zum 13. Mal bei „Sterne des Sports“ teilgenommen, im vergangenen Jahr auch gewonnen und beim Landeswettbewerb in Stuttgart dann einen Förderpreis gewonnen. Auch wer in diesem Jahr den Stern des Sports auf der Bronzeebene gewinnt, qualifiziert sich für den in Silber.
Die 18 Vereine stellten vor der Siegerehrung noch einmal die Projekte, mit denen sie sich beworben hatten vor. Der FC Wolfach hatte sein Fußballcamp „Wölfletag“ ins Rennen geschickt, der RSV Gutach seinen Wettkampf um den Curt-Liebich-Pokal. Mit seinem Rennen der European 4cross-Series war der Bike-Park Wolfach dabei, der TV Steinach mit seiner Sommerferienbetreuung.
Viele „Wiederholungstäter“ waren dabei
Die Herzsportgruppe Haslach hatte sich zum fünften Mal mit ihrem Sportangebot für Menschen nach einer Herzerkrankung oder OP beworben. Auch der SC Kaltenbrunn war einer der von Heinzmanns angesprochenen „Wiederholungstäter“: Zum sechsten Mal war dieser Verein dabei und hoffte, mit seinem Halbzeitprojekt die Jury überzeugt zu haben. Bei diesem werden Kinder während der Halbzeit zum Sport animiert.
Der SC Hofstetten hatte bei der Aktion Waldkicker teilgenommen und sich damit beworben. Die Jugendlichen des Vereins hatten Punkte bei diesem Nachhaltigkeitsprojekt gesammelt, indem sie mit dem Rad zum Training fuhren, Bäume pflanzten und sich auch sozial engagiert, zum Beispiel mit der Teilnahme bei „Weihnachten im Schuhkarton“. Dabei bekommen bedürftige Kinder Geschenke in einem Schuhkarton. „Skikurs mit Garantie“ hatte der Skiverein Alpirsbach sich auf die Fahnen geschrieben und ein entsprechendes Projekt gestartet. Bei diesem fahren die Teilnehmer früh morgen mit mehreren VW-Bussen in ein Skigebiet ins Montafon.
Das Halbmeiler Lädele des Tus Kinzigtal, ein Projekt zur Nahversorgung, welches von Vereinsmitgliedern initiiert und getragen wird, hatte sich ebenso beworben wie der SV Haslach mit „Walking Football“. Dabei handelt es sich um ein Fußball-Angebot für alle, die in den Alten Herren-Mannschaften nicht mehr mithalten können und bei dem so gespielt werden muss, dass immer ein Bein am Boden ist.
Der TC Alpirsbach hatte es mit wöchentlichen Trainingsstunden für Jugendliche, Erwachsene, Anfänger und Wiedereinsteiger geschafft, nachhaltig Mitglieder zu gewinnen. Die Haslacher TC-Kollegen boten eine Ballschule für Kinder an, damit diese ein Gespür für Bälle entwickeln. Die Resonanz war laut Rainer Flaig enorm. Mit dem Projekt „SA 100“, welches unter anderen den Abriss, Neubau des Sportheims sowie das Legen eines Kunstrasens beinhaltet, war der SV Alpirsbach dabei. Der SV Oberwolfach hat es geschafft mit einer Altpapiersammlung sowie dem Einsammeln von Christbäumen die Jugendkasse zu füllen und sich mit dieser Idee beworben. An die Jugend hatte sich der FC Triberg mit dem Schulcup gewendet.
Hans-Peter Pohl übernimmt die Siegerehrung
Bei diesem gab es für Unter- und Oberstüfler der Realschule zwei Wanderpokale zu gewinnen. Tief im Schwarzwald hatte sich der TV Furtwangen in den Kopf gesetzt, ein Beachvolleyballfeld zu bauen. „Eine richtige, für die Öffentlichkeit zugängliche Anlage, bei der wir 240 Tonnen Sand verbauten“, berichtet der stellvertretende Vorstand Henrik Mielke.
Zum ersten Mal dabei war der TV Wolfach, der beim Wolfacher Stadtbrunnenfest einen Bewegungsparcours aufgebaut hatte. Martin Heinzmann stellte schließlich in seiner Funktion als Vorsitzender des TuS Gutach dessen Projekt vor, mit dem Kinder an das Schwimmen herangeführt werden. Die TGM/TGW-Gruppe des TV Steinach bot noch eine musikalische Kostprobe ihres vielseitigen Könnens, zu dem neben Tanzen auch Gesang gehört. Die Siegerehrung übernahm erneut der frühere Olympiasieger der Nordischen Kombination Hans-Peter Pohl.
Jeder Verein erhielt 250 Euro. Der dritte Platz – und somit 500 Euro – gingen an den SC Hofstetten, der zweite samt 750 Euro an den TV Steinach. Sieger wurde der TuS Gutach, für den ein überraschter Martin Heinzmann die Siegerurkunde entgegennahm. Ich habe bis zur letzten Sekunde nichts von dem Ergebnis gewusst“, sagte er lachend.
Das ist der Preis
Mit den „Sternen des Sports“ zeichnen die Volksbanken und Raiffeisenbanken und der Deutsche Olympische Sportbund, Sportvereine aus ganz Deutschland für ihr gesellschaftliches Engagement aus. Jeder Verein im Verbreitungsgebiet der Volksbank kann sich mit einem Projekt bewerben.