Lisey (Julianne Moore) badet. Oder versinkt sie da gerade in Trauer? Foto: Apple TV+

„Lisey’s Story“, sagt Stephen King, sei ihm das liebste seiner Bücher. Darum hat er die Serienadaption mit Julianne Moore als Lisey selbst produziert. Das hat sich gelohnt.

Stuttgart - Trauer, sagen die Psychologen, folgt festen Regeln. Was der einzelne Mensch als große Erschütterung, als individuell erkämpften Rückkehrprozess in die Normalität erlebt, lässt sich von außen als schematischer Vorgang beschreiben. Lisey Landon scheint im schematischen Prozess der Überwindung stecken geblieben zu sein. Zwei Jahre nach dem Tod ihres Mannes, des Bestsellerautors Scott Landon, erlebt sie ihre Tage als Ansammlung von Leerstellen, füllt die bleichen Zonen der Freudlosigkeit auf mit Erinnerungen an Scott und mit Fantasien, dass sie noch immer mit ihm sprechen könne.

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