Einstimmig sprach sich der Ausschuss für Umwelt und Technik (AUT) dafür aus, neun Wohnmobil-Stellplätze im Bereich der H.A.U. einzurichten.
Wenn die Mittel im Haushalt 2024 bewilligt werden, sollen nach dem Willen der Ausschussmitglieder die neun Wohnmobil-Stellplätze für rund 240 000 Euro auf Basis der Planungen des Ingenieurbüros Breinlinger erstellt werden.
Ein Zuschuss ist möglich: Das Tourismusinfrastrukturprogramms (TIP) fördert die Einrichtung von Wohnmobil-Stellplätzen mit 20 Prozent der Baukosten. Um die Antragsfristen einzuhalten, hat Stadtplanerin Veronika Schneider am 29. September den Förderantrag beim Regierungspräsidium eingereicht. Sie wies die Räte darauf hin, dass beim Vorplanungsentwurf des Büros Bräunlinger marginale Details im Bereich einer Stützmauer noch nicht endgültig festgelegt wurden, um die Abgabefrist für den Förderantrag einhalten zu können.
Fläche soll frei gehalten werden
„Wann mit einer Entscheidung über den Förderantrag zu rechnen ist, kann aktuell nicht abgeschätzt werden“, teilte Schneider mit. Als geplanter Zeitraum für den Bau des Stellplatzes habe man Mitte 2024 angegeben.
Bis dahin müssten in einer Ausschreibung von der Abteilung Tiefbau drei Angebote für die Planung und den Bau eingeholt werden. „Bei der Planung wird die künftig weiterhin stattfindende Nutzung der Fläche als Festplatz durch die Stadtmusik berücksichtigt. Die Fläche für die Aufstellung des Festzeltes (Oktoberfest) soll frei gehalten werden“, so Schneider. Auch solle man bei künftigen Planungen die Einbeziehung des Pavillons als möglicher Aufenthalts- und Picknickplatz zu erwägen.
Mögliche Lärmbelästigung
Mirko Witkowski (SPD/Buntspecht) betonte, dass das Stadtmusikfest auf keinen Fall durch die Baumaßnahmen ausfallen dürfe, und er wies auf die mutmaßliche Lärmbelästigung am Standort der Stellplätze durch Bundesstraße, Glascontainer und Sondersignale der Einsatzfahrzeuge hin, da wären Lärmschutzmaßnahmen gefragt. Die Stadt habe ein Gutachten eingeholt, berichtete Schneider zu diesem Punkt, es sei nur eine moderate Überschreitung festgestellt worden.
Lärmschutzmaßnahmen gefragt
Lara Kiolbassa (SPD/Buntspecht) fragte, wie viele normale Parkplätze wegen der Wohnmobil-Stellplätze wegfielen. Ein Frage, die Schneider noch nicht genau beantworten konnte. Kiolbassa wies auch daraufhin, dass für das Sicherheitsgefühl eine gute Beleuchtung wichtig wäre.
Emil Rohde (Freie Liste) kam auf die Veranstaltungsmöglichkeit zurück: „Die Stadtmusik muss dort immer und ewig ihr Fest abhalten können“, forderte er. Oberbürgermeisterin Dorothee Eisenlohr schlug vor, die schon in der Vorlage gemachte Zusicherung in den Beschlussvorschlag aufzunehmen. Einstimmig verabschiedeten die Ausschussmitglieder danach den um diesen Punkt erweiterten Beschlussvorschlag der Verwaltung.
Alle Stellplätze mit Stromanschluss
Aktuell sind neun Stellplätze vorgesehen, welche alle über einen Stromanschluss verfügen sollen. Zudem ist eine Ver- und Entsorgungsstation geplant. Es wird eine Stellplatzgebühr sowie Kosten für Strom und Frischwasser erhoben. Die Bezahlung erfolgt voraussichtlich über einen Parkscheinautomaten. Versorgungsleistungen werden über Münzeinwurf, beziehungsweise Kartenzahlung direkt an den Einrichtungen erworben.