Die Teilnehmer kämpften sich in Straßberg durch Matsch und Schlamm. Foto: Saskia Lukas

Nach dreijähriger pandemiebedingter Pause kam die zweite Auflage des "Muddy Älbler" trotz unbeständiger Witterungsverhältnisse gut bei den Zuschauern und Teilnehmern an.

Straßberg - Schon vor dem ersten Start des diesjährigen Muddy Älblers, ein Matsch-Hindernislauf im Steinbruch der Firma Schotter-Teufel in Straßberg, am Samstag war klar, die knapp 800 gemeldeten Teilnehmer hatten Lust auf die diesjährige Herausforderung im Steinbruch. Die ersten Teilnehmer gingen um 9.45 Uhr zum "Uffwärma", um pünktlich um 10 Uhr den Anstieg in Richtung Hindernis eins, dem "Magadamhaufa", antreten zu können. Im 15-Minutentakt starteten immer wieder Gruppen bis 13.30 Uhr.

Wie auch bei der Premiere 2019 konnten die Teilnehmer bis zu fünfmal die Strecke mit einer Länge von 3,5 Kilometer und 200 Höhenmetern bestreiten.

"Nass werden wir sowieso"

Das Wetter hat den Veranstaltern in diesem Jahr nicht ganz in die Karten gespielt. Der Schotter im Steinbruch wurde matschig, der Anstieg etwas schwieriger, aber "nass werden wir sowieso", scherzte einer der Teilnehmer, egal, ob vom Schwitzen und der Anstrengung oder beim Überwinden der Hindernisse.

"Das ist ganz schön schwierig mit kalten Händen"

Eine große Herausforderung war Hindernis Nummer sieben "Reng zum hangla". Durch den Regen waren sowohl die Ringe am Hindernis als auch die Hände und Finger der Teilnehmer nass und kalt. Die etwas untrainierteren Teilnehmer hatten sehr zu kämpfen, um sich oben halten zu können und keine Strafzeit absitzen zu müssen.

Nach Hindernis sieben ging es noch einmal steil den Berg hoch, um dann ab ins "Dreckloch" - einem Wasser- beziehungsweise Schlammbecken - zu hüpfen. Wer nicht schon in der ersten Runde nass und dreckig werden wollte, musste hier Liegestützen als "Strafe" machen.

"Ich bin schneller als die Großen"

Ganz neu im Programm war in diesem Jahr die Strecke für die Kinder. Auch die Kleinsten ab vier Jahre durften sich auf einer Strecke mit vier Hindernissen austoben. Dennoch sollte es auch für sie nicht zu einfach werden. Auch sie mussten einen Teil des Anstiegs bestreiten. Am ersten Hindernis, dem "Dreckhaufa", wurde fleißig geklettert und gerutscht, weiter ging es dann zum "Klettra", um dann voller Vorfreude und mit vollem Körpereinsatz ins "Dreckloch" hüpfen zu können. Hier waren die meisten Kinder erfreuter als die Eltern. Zum Schluss ging es noch über Reifen und dann ab ins Ziel. Hohe Ansprüche hatte ein junger Teilnehmer, denn er rannte in der Startbox wild entschlossen los und schrie: "Ich bin schneller oben als die Großen".

An jedem Hindernis waren Helfer des RK positioniert. Auch Helfer des Ski-Clubs Truchtelfingen und des Skiclub Straßberg standen den Teilnehmern und Zuschauern mit Rat und Tat zur Seite.

"Der erste Berg war der schlimmste"

Als der erste Pulg um 10 Uhr startete, wurden schnell die Unterschiede der körperlichen Verfassung der Teilnehmer klar. Schnell kristallisierte sich heraus, wer den längeren Atem hat. Dieser war auch bei den Zuschauern nötig, die sich alle Hindernisse anschauen wollten. Bepackt mit Regenjacke und Regenschirm haben sich viele auf den Weg nach ganz oben gemacht, um das Geschehen zu beobachten. Einer der Teilnehmer stellte im Zieleinlauf dann deutlich außer Atem fest, dass der mehrfache Anstieg nach oben das schwierigste Hindernis war.