Zum Neubau der Halle und des Schulanbaus informierte Steinachs Bürgermeister Benedikt Eisele bei der Sitzung des beratenden Ausschusses Bauen, Umwelt und Verkehr.
In der Sitzung des beratenden Ausschusses Bauen, Umwelt und Verkehr Steinach informierte Bürgermeister Benedikt Eisele am Montag über den Sachstand zum Neubau der Halle und dem Schulanbau. Nach Paragraf 58 Landesbauordnung sei eine Baugenehmigung zu erteilen, wenn keine von der Baurechtsbehörde zu prüfenden, öffentlichen oder rechtlichen Belange entgegenstehen, erklärte Eisele zunächst. „Wir sind gerade auf allen Ebenen unterwegs, um abzuklären, ob die oberirdische und die unterirdische Variante möglich sind.“
Für den schnellen Weg werde mit der Baurechtsbehörde in Haslach und dem Planungsbüro der kurze Dienstweg eingehalten. Am 22. April habe es ein Abstimmungsgespräch mit dem Gewerbeaufsichtsamt gegeben, das für den Lärmschutz zuständig sei. Im Rahmen der schallschutztechnischen Untersuchung seien die geplanten Veranstaltungen angegeben und die private Nutzung ausgeschlossen worden. 93 Stellplätze müssten vorgehalten werden, die sich außerhalb befinden müssten, um die Anwohner nachts vor dem Lärm zuschlagender Autotüren zu schützen. „Nach dem Gespräch sind wir vorsichtig optimistisch“, fasste Eisele zusammen. Eine große Baustelle bei der oberirdischen Variante werde der Denkmalschutz, denn das Rathaus mit der Traufhöhe von neun Metern sei denkmalgeschützt. Deshalb sei mit dem Amt zu klären, ob die oberirdische Variante durchführbar wäre. „Wir stellen transparent die Herausforderungen dar, wichtig ist es, dass wir über Fakten reden“, betonte der Bürgermeister.
93 Stellplätze sind außerhalb vorzuhalten
Offen seien derzeit die Kosten, die Planer wären an der Zusammenstellung sowie am Bauzeitenplan, um beides in der Sitzung am 18. Mai darzustellen. Die Frage nach einer Kühlung für die neue Halle beantwortete Rektor Michael Mai, der als sachkundiger Bürger im Ausschuss sitzt. „Mit der bisherigen Situation kommen wir zurande, im Sommer sind wir eh oft draußen. Beim Schulanbau wäre eine Kühlung viel wichtiger, weil die Kinder dort den ganzen Tag sind.“ Bürgerin Alexandra Stöhr hatte sich im Vorfeld der Sitzung mit weiteren sachkundigen Bürgern getroffen und erklärte: „Was bisher zu kurz kommt, sind die Vorteile der oberirdischen Variante.“ In sieben mehr oder weniger ausführlich erklärten Punkten verwies sie auf den ebenerdigen Zugang, die nicht notwendige Grundwasserabsenkung während der Bauzeit, die Bauzeitverkürzung um etwa drei Monate, die wegfallenden laufenden Kosten nach der Inbetriebnahme für Hebepumpen, den entfallenden Risikofaktor Langzeitdichtigkeit, den nicht eindringenden Schlagregen und die reduzierten Kosten von etwa 1,5 Millionen Euro, die Fachleute berechnet hätten.
„Da widerspreche ich Ihnen in keiner Weise – es gibt nur zwei, drei große Posten, die rechtlich geklärt werden müssen“, betonte Eisele. Seine zweite Sorge gelte dem April 2029 hinsichtlich der Förderfristen. Es werde eine beschleunigte Bauvoranfrage gestellt, damit die strittigen Punkte im Rahmen des Bauantrags „nicht auf die Füße fallen“. Ortsvorsteher Xaver Rockenstein schlug die Fassadengestaltung der neuen Halle ähnlich der jetzigen vor: „Ihr Weg ist der Richtige. Wenn eine einzige Behörde eine Variante verhindern kann, ist das nicht richtig.“
Stellplätze sind Thema
Der Rat lege fest, ob die 93 Plätze beim Sportplatz, beim Schwimmbad oder sonst wo sein sollen. Sie dürften nur nicht im Rathausumfeld sein. Bis 18. Mai sollen auch die derzeit ermittelten Zahlen für den Gemeinderat vorliegen.