In die Jahre gekommen und deshalb sanierungsbedürftig ist die Steinacher Georg-Schöner-Schule. Foto: Schwarzwälder-Bote

Die Bauarbeiten beginnen in den nächsten Sommerferien mit einem Zuschuss von 350.000 Euro.

Steinach - Die Steinacher Georg-Schöner-Schule wird nach einem Beschluss des Gemeinderats im kommenden Sommer für etwa 600.000 Euro saniert. Bereits in den vergangenen Jahren hatte sich das Gremium mit der Sanierung befasst und dafür Gelder aus dem Ausgleichsstock beantragt.

"Mit Datum vom 21. Juli dieses Jahres kam der Bescheid, dass Zuschussmittel in Höhe von 350.000 Euro gewährt werden", informierte Bürgermeister Frank Edelmann (CDU) in der Gemeinderatsitzung am Montagabend. Philipp Zindler vom Steinacher Architekturbüro "Kopf Architekten" stellte dem Gremium die geplanten Sanierungsmaßnahmen vor. "Die energetische Sanierung am Hauptbau des Gebäudes steht im Vordergrund", so Zindler. Die Außenwandelemente sollen mit einer Wärmedämmfas­sade versehen werden, denn bisher besteht sie zu einem großen Teil aus Klinkerfläche oder großen Waschbetonelementen mit Kerndämmung. "Analog zum Haus der Vereine soll die Fassade weitergeführt werden", erklärte Philipp Zindler. Die Klinker werden durch Faserzementplatten ersetzt und die Waschbetonteile verputzt. Um die Optik des Gebäudes zu erhalten, würden auch künftig die Fugen sichtbar sein.

30 bis 35 Prozent Energie soll gespart werden

Zu den umfangreichen Maßnahmen gehört auch die Erneuerung der desolaten Fensterelemente am Hauptbau, denn dort besteht teilweise nur Einfachverglasung, was zu hohen Wärmeverlusten führt. Vorgesehen seien Metallfenster-Verglasungen nach der neuesten Technik, die mit außenliegenden Jalousien beschattet werden. Außentüren und Hauseingänge werden ebenfalls erneuert.

Bürgermeister Edelmann rechnet durch die Sanierung mit einer Energieeinsparung von 30 bis 35 Prozent, die zur Refinanzierung der Maßnahme beitrügen. "Eine frühe Genehmigung ist wichtig, damit in den Osterferien in einem Klassenzimmer die Substanz überprüft werden kann", erklärte Zindler. Bei alten Gebäuden wisse man nie, was einen erwarte. Da alle Elemente des Umbaus vorproduziert würden, müssten die Gegebenheiten bekannt sein, um Überraschungen zu vermeiden. Vom ersten Ferientag an müsse die Baustelle mit Hochdruck vorangetrieben werden, damit der Schulbetrieb nach den Ferien wie gewohnt beginnen könne. "Der reibungslose Bauablauf während der Sommerferien muss gewährleistet sein, weil alle Klassenzimmer belegt sind und keine Ausweichmöglichkeiten bestehen", betonte Edelmann. Als nächstes werden die einzelnen Gewerke ausgeschrieben.

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