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Steinach Neues Buch nimmt Landgut in den Blick

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Martin Lietzau präsentiert sein Buch über die Besitzverhältnisse des Landguts am Artenberg in Steinach. Foto: Kleinberger Foto: Schwarzwälder Bote

Steinach. Das Landgut am Artenberg bei Steinach hat eine bewegte Historie. Auch wenn es seit Jahrzehnten nicht mehr steht, ist es vielen Alteingesessenen noch ein Begriff – und ist Martin Lietzau jüngst eine Veröffentlichung wert gewesen.

Der Steinacher ist Hobby-Historiker und im Präsidium des Historischen Vereins Mittelbaden aktiv. Mit der Veröffentlichung habe er Licht ins Dunkel bringen wollen, sagt Lietzau im Gespräch mit dem Schwabo. "Die Familie Vetter, die noch bis 1971 im Gut lebte, ist vielen hier noch ein Begriff", informiert er, wenn auch das Gurt Adlerberg damals schon viel seines ehemaligen Glanzes eingebüßt haben muss. Denn nachdem der letzte Bewohner starb, wurde das marode gefallene Gebäude schließlich abgerissen. Dort, wo über Jahrzehnte große Unternehmer ihren Altersruhesitz hatten, gehört das Gelände inzwischen der Firma Kies-Uhl.

Lietzaus Recherchen nahmen einen eher zufälligen Anfang, berichtet er: mit einer historischen Postkarte des Landguts Adlerberg. Als Hobby-Historiker habe ihn damit die Neugier gepackt und sei auf die Suche nach den Hintergründen gegangen. Recherchen im Internet, beim Staatsarchiv Freiburg, in Gerichtsakten und Kirchenbüchern ließen ihn immer mehr über die Geschichte des Guts zutage fördern, bis ins Jahr 1844. "Ich habe mich von Familie Vetter aus zurückgearbeitet", berichtet Lietzau. Das Gebäude habe oft den Besitzer gewechselt.

Die ersten von ihnen, Familie Schnetzer, waren im Kinzigtal verwurzelt. Denn Florentin Schnetzer, der selbst Bierbrauer war und damit, wie Lietzau ausführt, wohl auch die erste Brauerei in Steinach führte, war Sohn des damaligen "Engel"-Wirts in Hausach, Johann Schnetzer. Florentin Schnetzer und seine Familie wanderten jedoch bald nach Amerika aus, wo sich die Spur der Familie verliert. Danach folgt eine Phase, in der das Haus überwiegend als Altersruhesitz genutzt wurde. "Richtig bewirtschaftet", stellte Lietzau in der Recherche fest, "wurde das Anwesen nur von seinem ersten und dem letzten Besitzer".

Die Recherche – die viel von Detektivarbeit hatte, erzählt der Autor – habe viele interessante Anekdoten hervorgebracht, etwa, dass das Haus das erste mit fließendem Wasser in Steinach gewesen ist.

Recherche dauert etwa zweieinhalb Jahre

Gut zweieinhalb Jahre lang hat Martin Lietzau recherchiert und geschrieben, mit Unterbrechungen. Ein Buch hatte er dabei eigentlich gar nicht geplant, erklärt er im Gespräch mit dem Schwabo, eher eine kleine Broschüre. "Es ist einfach immer mehr Material dazugekommen." Das Ergebnis "Die Besitzverhältnisse des Landgutes am Artenberg genannt ›Gut Adlerberg‹ bei Steinach 1844-1974" ist in einer Auflage von 100 Stück erschienen und kostet zwölf Euro.

Das nächste Buch hat Lietzau bereits im Hinterkopf, die Recherchen laufen. Mehr will er aber noch nicht verraten.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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