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Steinach Gemeinderat legt Marschroute fest

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Die Gemeinde Steinach hat den ehemaligen Korbladen gekauft. Das Areal ist Teil des Sanierungsgebiets. Gemäß aktueller Planung soll die Straße in diesem Bereich eine Mittelinsel erhalten. Foto: Kleinberger Foto: Schwarzwälder Bote

Der Fahrplan steht fest: Der Steinacher Gemeinderat hat am Montagabend den Grundsatzbeschluss zur Sanierung der Ortsmitte gefasst. Jetzt geht es in die Entwurfsplanung.

Steinach. Peter Sackmann und Gabriele Zimmermann vom begleitenden Ingenieurbüro Lauf stellten den Stand der Dinge vor und gingen mit dem Gemeinderat wesentliche Punkte durch. Im Gepäck hatten sie zahlreiche Beispiele von bereits abgeschlossenen Maßnahmen, um beispielsweise Möglichkeiten in Sachen Beleuchtung verdeutlichen zu können. In die aktuelle Planung waren die Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung eingeflossen, die entgegen der im vergangenen Jahr bereits vorgestellten Ursprungsplanung einige Änderungen mit sich brachte. Über diese Punkte stimmte der Gemeinderat am Montag ab. Ziele: Das Sanierungsgebiet "Ortsmitte" in Steinach erstreckt sich vom ehemaligen Korbwarengeschäft bis zur ehemaligen Brauerei Mellert. In diesem Bereich soll das Ortsbild aufgewertet werden, der Verkehr – beispielsweise mit Mittelinseln – beruhigt und Fußgängern mehr Raum gegeben werden. Zudem ist eine Verlagerung des Durchgangsverkehrs auf die B 33 erwünscht. Radfahrer: Ein klarer Auftrag aus dem Workshop: Die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen. Bürgermeister Nicolai Bischler erklärte, dass aufgrund der Straßenbreite ein Schutzstreifen für Radler nicht durchgängig möglich sei. Björn Krugielka (FW) befand, dass diese dann auch keine Sinn mehr hätten – zumal die Sicherheit der Radler bei einer vorgesehenen Begrenzung auf 30 Stundenkilometer ohnehin auch auf der Straße recht hoch ist, war sich das Gremium einig. Der Rat beschloss bei einer Enthaltung (Christine Haas-Matt, FW), auf die Streifen zu verzichten. Bereich Adlerplatz bis Georg-Schwendemann-Straße: Mit dem Adler- und dem Pfarrplatz hat Steinach im Grunde zwei "Ortsmitten", die es zu verbinden gilt. Optisch war dies ursprünglich mit einer Pflasterung der Straße in dem Bereich geplant gewesen. Im Zuge der Bürgerbeteiligung wurde jedoch klar, dass diese Idee bei den Steinachern nicht gut ankam. Auch in der Gemeinderatssitzung wurde noch einmal diskutiert, dass das Pflaster zu einem Anstieg des Verkehrslärms führe. Tino Joos (CDU) meinte, es sei sinnvoller, die Gehwege zu pflastern, aber nicht die Straße. Alexander Kern (CDU) erinnerte daran, dass die meisten Teilnehmer der Beteiligung eine Begrenzung auf Tempo 30 für sinnvoll gehalten hätten. Aufgrund der zu erwartenden Lautstärke sei ein Straßenpflaster dann nicht sinnig. Der Rat beschloss einstimmig, auf die Pflasterung der Straße und Tempo 20 zu verzichten. Mittelinsel: Zwischen Firma Kloos und der Schwendemann-Straße soll eine schmale Mittelinsel dafür sorgen, dass der Verkehr optisch ausgebremst wird. Krugielka lobte die Idee, da diese die Autofahrer bereits schon zum abbremsen brächte. Philipp Matt (CDU) gab zu bedenken, dass sie für Rechtsabbiegerverkehr aus Richtung Rathaus befahrbar sein müsse. Sackmann meinte, das müsse im weiteren Verlauf der Planung noch definiert werden. Auf eine weitere Rückfrage hieß es, die Mittelinsel in diesem Bereich sei – anders als die, die beim Korbgeschäft vorgesehen ist – zu schmal, um bepflanzt werden zu können. Das habe straßenplanerische Gründe. Sackmann und Zimmermann versicherten, dass die Insel trotzdem so gestaltet werden könne, dass Autofahrer sie wahrnehmen. Einstimmig beschloss das Gremium, die Straße mit der Insel zu planen. Bordsteine: Die Bordsteine werden als Niederbord ausgeführt. Das grenzt Fahrbahn und Gehweg nicht so hart voneinander ab. Chrstine Haas-Matt hakte nach, ob das nicht zur Folge haben könnte, dass Autofahrer den Bordstein im Dunkeln übersehen. Laut Sackmann ist die Grenze aber für Fahrer immer noch klar erkennbar. Auch dieser Beschluss fiel einstimmig.  Gehweg: Die Gehwege erhalten eine Pflasterung. Als Vorteil dieser Variante stellte Sackmann unter anderem die Langlebigkeit heraus: Muss ein asphaltierter Weg wegen Kabelarbeiten oder Ähnlichem geöffnet werden, entsteht in Windeseile ein optischer Flickenteppich. Steine werden einfach herausgenommen und am Ende wieder eingesetzt. Das Gremium entschied sich auch hinsichtlich dieser Lösung einstimmig dafür, mit einer Pflasterung weiter zu planen.

Mit den wegweisenden Entscheidungen für die dargestellten Punkte in der Umgestaltung der Steinacher Ortsmitte steigt das Planungsbüro "umgehend" in die Entwurfsplanung ein, hatte Peter Sackmann verdeutlicht. Ziel ist, diese bereits in der Juni-Sitzung vorzustellen.

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