Dieses Schild wurde schon vor dem Beginn der Sanierungsarbeiten an der L 103 aufgestellt. Foto: Archivfoto: Reutter

Fahrbahnbreite von 5,40 Meter bleibt. Bürgermeister Edelmann berichtet über Ortstermin.

Steinach - Über einen ernüchternden Ortstermin hat Steinachs Bürgermeister Frank Edelmann die Gemeinderäte und den Schwarzwälder Bote in einer Mitteilung informiert. Demnach dringt die Interessengemeinschaft mit ihrem Anliegen auf eine Verbreiterung der Straße nicht durch.So habe am Dienstag auf Initiative der Interessengemeinschaft ein Ortstermin mit dem Referatsleiter des Ministeriums Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg Andreas Hollatz, dem Referatsleiter des Regierungspräsidiums Freiburg Hans-Peter Haag und acht Vertretern der Interessengemeinschaft "Sechs Meter für die L103" stattgefunden.

Tatsächliche Ergebnisse gab es laut Edelmann keine. Ministerialrat Hollatz habe die Sanierungsmaßnahme in ihrer Art und Umfang begründet und um Verständnis geworben, dass weitergehende Ausbaubreiten nicht zulässig und auch nicht möglich (fehlende Geldmittel) sind, schreibt Edelmann. Hollatz habe aufgezeigt, dass die L 103 mit der aktuellen Verkehrsbelastung ausreichend saniert wird. Die jetzige Maßnahme ist aus seiner Sicht angemessen und auch vertretbar. Die Sanierung ist so ausgelegt, dass die L 103 für die nächsten 20 Jahre wieder ertüchtigt ist.

"Ich habe namens der Gemeinde Steinach auf die Notwendigkeit der Sanierung hingewiesen. Wir sind froh, dass die Sanierung derzeit umgesetzt wird. Eine größere Ausbaubreite wäre sicherlich zu begrüßen. Ich muss aber Verständnis für die Argumentation des Ministeriums zeigen", schreibt Edelmann. Es gehe eben nicht nur um 60 Zentimeter zusätzlichen Asphalt, sondern um zweierlei, grundverschiedene Maßnahmen. Edelmann war aber insbesondere wichtig, dass die weiteren Sanierungsabschnitte in der Ortslage Welschen-steinach ab 2014 umgesetzt werden, ebenso die Ortsdurchfahrt Steinach. Beide Anliegen habe Hollatz nach Stuttgart mit genommen, teilt der Rathauschef mit.

Die Vertreter der IG haben nach Darstellung Edelmanns insbesondere auf die Schwierigkeit des Begegnungsverkehrs zwischen Lastwagen und/oder Traktoren hingewiesen. Aus Sicht der IG wären die Kosten einer Verbreiterung der Fahrbahn auf sechs Meter im Verhältnis zu den Sanierungskosten zu vernachlässigen. Hollatz hat laut Edelmann aber mehrfach betont, dass eine Verbreiterung nicht zulässig ist. Selbst bei einer möglichen Kostentragung von dritter Seite ist dies nicht umsetzbar, da bei einem Ausbau der L 103 ein Planfeststellungsverfahren mit landschaftpflegerischer Begleitplanung erforderlich sei. Allein dieses Verfahren verursache erhebliche Kosten und dauere rund zwei Jahre. Dazu kommen die Kosten des Naturschutzausgleichs für die Verbreiterung.

"Fazit des Ortstermins: Es bleibt bei einer Fahrbahnbreite von 5,40 Meter", schreibt Edelmann abschließend.