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Steinach "Das steht in keinem Verhältnis"

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Die Eisenbahnunterführung „Krafzig“ wird nicht geändert. Allerdings soll die Verkehrsführung in einer Verkehrsschau betrachtet und mögliche Änderungen besprochen werden. Foto: Störr Foto: Schwarzwälder Bote

Die Eisenbahnüberführungen in Steinach sollen laut DB-Netz-Planung 2024 und 2026 erneuert werden. Der Steinacher Gemeinderat hat sich nach kurzer Diskussion aufgrund der hohen Kosten gegen eine Änderung ausgesprochen.

Steinach. Bürgermeister Nicolai Bischler stellte zunächst die betroffenen Eisenbahnüberführungen "Krafzig" und "Sarach" (geplant 2024) sowie "Kolpingstraße" und "Mühlbach" (geplant 2026) vor. "Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, dass die Gemeinde Änderungsverlangen hinsichtlich der Durchfahrtbreite und der Durchfahrthöhe anmeldet", erklärte der Bürgermeister. Allerdings werde die Gemeinde an den Kosten beteiligt, wie es das Eisenbahnkreuzungsgesetz vorsehe.

Zur Diskussion stand schließlich die Unterführung "Krafzig", bei der eine Aufweitung zur Beseitigung der unübersichtlichen Verkehrsführung geprüft werden könnte. Der Kostenanteil der Gemeinde hänge von den geplanten Maßnahmen ab, liege laut DB-Schätzung aber bei etwa zwei Millionen Euro. Selbst mit höchstmöglicher Bezuschussung seitens des Landes liege der Eigenanteil Steinachs bei einer Million Euro, so Bürgermeister Bischler.

"Das steht in keinem Verhältnis", stand für Gemeinderat Günter Schmidt (FW) fest. Vor Jahren habe man sich schon einmal damit beschäftigt und aufgrund der hohen Kosten fallen gelassen. Außerdem sei die Unterführung ein natürliches Hindernis, das zur Verlangsamung des Verkehrs beitrage, so Schmidt. Hans-Jörg Gstädtner (CDU) regte eine leichte Änderung der Verkehrsführung aus Richtung "Bildstöckle" kommend an, damit die Straße etwas breiter werde. Doch Gregor Uhl (FW) betonte: "Aus dieser Richtung soll die Straße entlang der Bahn gar nicht genutzt werden."

Tino Joos (CDU) befand die Kosten im Hinblick auf Steinachs kommende Projekte als zu hoch. Trotzdem müsse etwas gemacht werden, weil viele Familien dort in Richtung Kreuzbühl unterwegs wären. Und für Christine Haas-Matt stand fest: "Das ist eine brandheiße Sache und ein dunkles Loch." Sie fände es schade, wenn die Gelegenheit zur Veränderung ungenutzt verstreiche, allerdings wären eine Million Euro sehr viel Geld. Auch Björn Krugielka (FW) betonte: "Das stellt kein Kosten-Nutzen-Verhältnis dar!" Da sich aber alle verkehrstechnischen Probleme vor und hinter der Unterführung ergäben, sei es seiner Meinung nach ein Thema für die nächste Verkehrsschau. Diesem Vorschlag schloss sich das Gremium schließlich an.

Für die geplanten Erneuerungen der Eisenbahnüberführungen bei Kilometer 21,75 (Kolpingstraße), bei Kilometer 22,31 (Krafzig, Ecke Kirchstraße), bei Kilometer 22,52 (Mühlbach) und bei Kilometer 24,33 (Sarach) werden keine Änderungsverlangen seitens des Gemeinderats vorgeschlagen.

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