In der Restmülltonne landet nicht immer das, was dort auch hingehört. (Symbolfoto) Foto: Christophe Gateau/dpa

Ab 2026 müssen die Bürger im Kreis Freudenstadt deutlich tiefer in die Tasche greifen: Der Kreistag hat die Erhöhung der Abfallgebühren um rund 20 Prozent einstimmig beschlossen.

In der Kreistagssitzung am Montag ging es dann schnell: Einstimmig und ohne Diskussion beschloss das Gremium die Erhöhung der Abfallgebühren um rund 20 Prozent. 2026 werden für eine 35-Liter-Restmülltonne 179,40 Euro fällig – und damit 31,20 Euro mehr als bisher.

 

Die Gebührenerhöhung hatte Ulrich Hanfstein, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs, bereits vor gut drei Wochen im Technischen Ausschuss begründet. Sie hat nicht nur mit gestiegenen Kosten im Betrieb zu tun, sondern auch dem Verhalten der Bürger, durch das die Erlöse im Wertstoffbereich immer weiter zurückgegangen und die Haus-und Sperrmüllmengen gestiegen sind. Seit 2019, als die Gebühren letztmals erhöht wurden, beträgt der Anstieg hier rund 15 Prozent.

Vieles deutet darauf hin, dass Wertstoffe und Leichtverpackungen im Restmüll landen, die dort nicht hingehören, wie Hanfstein in der Ausschusssitzung erklärte. Die vom Ministerium verpflichtend angeordnete Restmüllanalyse werde da Klarheit verschaffen.

Appell an die Bürger

Hanfstein riet dringend im Interesse jedes Einzelnen dazu, das eigene Konsumverhalten zu überprüfen und den Müll konsequent zu trennen.