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Steigende Corona-Zahlen Auch Kreis Freudenstadt führt Sperrstunde ein

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Ab Sonntag gilt für Gaststätten eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr des Folgetages. (Symbolfoto) Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Kreis Freudenstadt - Der Landkreis Freudenstadt zieht erste Konsequenzen aus dem rapiden Anstieg der Corona-Infekte: Für Gaststätten gilt jetzt eine Sperrstunde ab 23 Uhr. Außerdem wird der Alkoholverkauf eingeschränkt.

Dies gab das Landratsamt am Samstag bekannt. Diese sogenannte "Allgemeinverfügung" tritt zum Sonntag, 25. Oktober, in Kraft und gilt zunächst für zwei Wochen. Demnach müssen Gaststätten um 23 Uhr schließen. Außerdem darf ab dieser Uhrzeit kein Alkohol mehr verkauft werden, etwa an Tankstellen.

Am Donnerstag wurde im Landkreis Freudenstadt zum ersten Mal der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten. Dieser Wert – maßgeblich sind dabei die Zahlen des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg – hatte am Donnerstag bei 60,9 und am Freitag bei 61,7 gelegen.

Sperrstunde und Alkoholverkauf

Daher habe Landrat Klaus Michael Rückert entsprechend der Coronastrategie der Landesregierung und aufgrund von Erlassen des Sozialministeriums Baden-Württemberg die Situation mit den Fachleuten im Landratsamt "intensiv erörtert und abgewogen". Ergebnis sei die Allgemeinverfügung zu Sperrstunde und Alkoholverkauf.

"Landrat Klaus Michael Rückert bittet um Verständnis für diese Regelungen und appelliert an die Bevölkerung, alle aufgrund von Corona erlassenen Vorschriften strikt einzuhalten", heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts vom Samstag. Diese seien gemeinsam mit den Abstands- und Hygieneregelungen "die einzige Chance, die Pandemie einzudämmen und weitere Einschränkungen zu vermeiden".

Nach Überschreitung der Inzidenz-Werte hatten zuvor schon andere Landkreise reagiert. Der Kreis Calw hatte bereits vorige Woche, nach Überschreitung der "Eingriffsstufe", Einschränkungen erlassen, die weiterreichend sind als die des Landkreises Freudenstadt. So wurden dort zum Schutz der Seniorenheime Besuchsregeln verschärft. Dort dürfen kommunale Räume nicht mehr für private Veranstaltungen vermietet werden. Das Verkaufsverbot von Alkohol ab 23 Uhr gilt im Kreis Calw ebenfalls, allerdings gibt es zumindest bislang keine Sperrstunde in Gaststätten und Hotels.

Jugendtreffs freiwillig geschlossen

Dafür hat sich der Verein Bauwagenfreunde Nordschwarzwald freiwillig dazu entschlossen, die Jugendtreffs in Bauwägen und Hütten bis auf weiteres zu schließen. Der Kreis Calw meldete am Freitag 41 neue Corona-Infektionen und eine Sieben-Tage-Inzidenz von 76,7. Im Kreis Freudenstadt wurden am Freitag 20 neue Corona-Nachweise registriert, die Inzidenz lag bei 61,7.

In der Sitzung des Kreistags am Montag hatte Rückert angekündigt, der Kreis werde keine Verbote erlassen, die über die Landesvorschriften hinausgingen. Er sei "kein Freund" unnötiger Einschränkungen der Grundrechte. Rückert appellierte an die Vernunft der Einwohner im Kreis: "Gesunder Menschenverstand hilft weiter. Wenn wir die AHA-Regeln einhalten – Alltagsmaske, Hygiene und Abstand – dann haben wir das Unsere bereits getan", so der Landrat. Er sehe keinen Anlass, "die Freude am Leben zu beenden". Deshalb müssten "menschliche Begegnungen möglich bleiben". Dennoch rate er dazu, keine unnötigen Risiken einzugehen und Dinge zu verschieben, die zeitlich keine Eile hätten. Ziel sei es, "möglichst gut durch den Herbst zu kommen".

Die Allgemeinverfügung finden Sie unter diesem Link.

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