Schlagersänger Stefan Mross moderiert seit 2005 die Sendung „Immer wieder sonntags“ und wird auch in der diesjährigen Saison auf der Bühne stehen. Im Vorfeld gab er Pressevertretern Einblicke in die Produktion der Show. Foto: Piskadlo

Die Unterhaltungssendung startet Ende dieser Woche in die 30. Saison. Ein Rundgang mit dem Moderator zeigt: Die Show steht und fällt mit den Arbeiten im Hintergrund.

Mit Lederhose, Sakko und Sonnenbrille empfängt Moderator und Schlagersänger Stefan Mross zahlreiche Pressevertreter dort, wo er ab dem 15. Juni für gute Laune sorgen wird: in der „Immer wieder sonntags“-Arena im WasserparkRulantica. Seit drei Wochen bereiten Handwerker den Platz für die 30. Saison der Live-Fernsehersendung vor. Die Bühne ist aufgebaut, die Bierbänke stehen – für die rund 1600 Zuschauer scheint offenbar alles bereit zu sein. Dass es für einen reibungslosen Ablauf jedoch mehr braucht, zeigt sich am Mittwochmorgen bei einem Blick hinter die Kulissen.

 

„Das hier ist einer der wichtigsten Orte“, erklärt Mross mit Blick auf das kleine Requisitenlager. Auf engstem Raum wird dort alles aufbewahrt, was Bestandteil der Sendung ist. Darunter auch die Gegenstände für die Herausforderungen, die der Moderator vor dem Publikum meistern muss. Sie werden dort hergestellt und aufbewahrt. „Die Aufgaben kenne ich im Vorfeld natürlich nicht“, betont er.

Die Show ist einer der letzten Livesendungen

Wenige Schritte weiter macht Mross den nächsten Halt. „Hier befindet sich das Herz der Show“, sagt der 49-Jährige und zeigt auf mehrere Lastwagen. „Darin befinden sich Licht- und Tontechnik sowie Hunderte Meter Kabel.“ Die große Menge an Elektronik sei nötig, da „Immer wieder sonntags“ in Echtzeit übertragen wird. „Es gibt nicht mehr so viele Liveshows“, weiß Mross und betont, wie komplex die technischen Anforderungen seien. „Da stehe ich lieber auf der Bühne“, erklärt er augenzwinkernd.

Die Anzüge für die kommende Saison hängen bereits an der Kleiderstange. Foto: Piskadlo

Einige Meter weiter geht es in einen zweistöckigen Containerbau. „Hier laufen alle Fäden zusammen“, beschreibt der Sänger. Dort wird die Serie von fünf Redakteuren vorbereitet, der Ablauf besprochen und Darsteller in der „Maske“ für die Kamera geschminkt. Auch Mross’ persönlicher Rückzugsraum befindet sich darin. Schreibtisch, Spiegel, Klimaanlage und eine Liege – viel mehr brauche er nicht. „Manche denken, ich hätte hier goldene Wasserhähne“, scherzt er. Eine Tür weiter befindet sich die Garderobe. Zahlreiche Anzüge, glamouröse Kostüme und kleine Accessoires bilden ein geordnetes Chaos auf wenigen Quadratmetern. Auch die Anzüge für die bevorstehende Saison hängen bereits an der Kleiderstange.

Für Mross geht es nun in die „heiße Phase“. Demnach starten am Donnerstag die Proben, bevor es am Sonntag richtig losgeht. Die ersten drei Shows seien bereits ausverkauft. „74 Prozent der Karten sind bereits weg. Das sind 20 000 Tickets“, freut sich der Moderator. „Das zeigt, dass Schlager weiterhin einen hohen Stellenwert hat.“

Lampenfieber spielt auch nach 20 Jahren eine Rolle

Vor einem großen Publikum aufzutreten sei für ihn immer noch eine Herausforderung. „Es darf nicht zur Routine werden, die Energie muss erhalten bleiben“, erklärt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Zumal diese Saison für ihn eine besondere sein dürfte. Immerhin wird die Sendung 30 Jahre alt. Zudem feiert auch er in diesem Jahr – so wie der Europa-Park – seinen 50. Geburtstag. „Ich war 1980 als Fünfjähriger das erste Mal im Europa-Park und hätte es mir nicht erträumen können, so lange hier arbeiten zu dürfen. Es ist jedes Mal aufs Neue eine Ehre“, erklärt Mross, der seit 2005 das Gesicht der Sendung ist. Ab Ende dieser Woche steht er zwölf Sonntage am Stück auf der Bühne.

Der private Rückzugsraum bietet Moderator Stefan Mross die Möglichkeit, sich vor dem Showbeginn auszuruhen. Foto: Piskadlo

Seine Freizeit verbringt er – wie auch während den vergangenen Saisons – nicht in Hotels, sondern in seinem Wohnmobil. War er die Jahre zuvor in Ettenheim unterwegs, möchte er sich nun im Tipidorf des Europa-Parks niederlassen. Demnach sei es durchaus möglich, den Moderator abends in der Umgebung anzutreffen. „Ich liebe diese Region. Hier leben einfach gesellige Leute“, so Mross.

Info – Die Sendung

„Immer wieder sonntags“ ist mittlerweile Tradition im Europa-Park. Erstmals wurde sie 1998 in Rust übertragen. Mit dem Auftakt am Sonntag geht die Sendung in die 30. Saison. Zu sehen ist sie vom 15. Juni bis zum 31. August jeden Sonntag um 10 Uhr im „Ersten“. Zum Start kommen unter anderem die Musiker Hansi Hinterseer, Claudia Jung, Eloy de Jong und Marina Marx. Tickets für die Live-Ausgabe in Rust, die Termine sowie die Gästeliste gibt es im Internet unter www.daserste.de.