Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Staufen Pfadfinder-Betreuer macht Aussage zu Vorwürfen

Von
Der Tatverdächtige im zweiten Staufener Missbrauchsfall hat sein Schweigen gebrochen. (Symbolbild) Foto: Seeger

Freiburg - Der 41-jährige Tatverdächtige im neuen Staufener Missbrauchsfall hat mehr als zwei Monate nach seiner Festnahme sein Schweigen gebrochen: Der Mann, der seit dem 22. Februar inhaftiert ist und dem schwerer sexueller Missbrauch von vier Jungen in mehr als 400 Fällen vorgeworfen wird, mache mittlerweile "teilweise Angaben" zu den Tatvorwürfen, so Martina Wilke, die Sprecherin der Freiburger Staatsanwaltschaft. Aus ermittlungstaktischen Gründen wolle man aber derzeit keine weiteren Auskünfte hierzu geben.

Klar scheint aber, dass der Mann tatsächlich mehr als die bisher bekannten vier Jungen im Alter von acht bis 14 Jahren misshandelt haben könnte, die der Polizei gegenüber bisher Aussagen gemacht haben. "Vereinzelt haben sich mittlerweile weitere mögliche Geschädigte gemeldet", so Wilke weiter. Der 41-jährige war wenige Tage vor seiner Festnahme ins Visier der Polizei geraten, nachdem die Mutter eines der geschädigten Buben ihn angezeigt hatte.

Einen Teil seiner Opfer soll der Mann vor sechs bis acht Jahren als Betreuer bei den evangelischen Pfadfindern in Staufen/Breisgau-Hochschwarzwald kennengelernt haben. Die interne Aufarbeitung der Vorgänge von damals dauere derzeit noch an, so eine Sprecherin der Evangelischen Landeskirche in Baden: Der Inhaftierte hatte bereits 2004 als Betreuer bei den Pfadfindern in Staufen unter Missbrauchsverdacht gestanden. Er wurde 2007 in zweiter Instanz aus Mangel an Beweisen freigesprochen und konnte danach in seine Betreuertätigkeit zurückkehren. Nicht alle Delikte soll der Mann jedoch im Rahmen seiner Betreuertätigkeit begangen haben: Weitere Opfer sollen in den Folgejahren auch aus seinem persönlichen Umfeld gestammt haben.

Im Zuge der Ermittlungen wurde zudem bekannt, dass vor mehreren Jahren auch ein heute 27 Jahre alter weiterer Betreuer bei den Pfadfindern sexuell motivierte Missbrauchsdelikte begangen haben soll. Opfer soll ein zur Tatzeit 13 Jahre altes Mädchen gewesen sein.

Artikel bewerten
1
loading
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.