Auf dem Segelfluggelände in Straubenhardt fand das Sommerlager statt. Foto: Verein

Freizeit des FSC Pforzheim und Straubenhardt. Zahlreiche Weißstörche schauen vorbei. 

Straubenhardt - In der ersten Augustwoche fand das Sommerfluglager auf dem Segelfluggelände Straubenhardt statt.

"Auch wenn die Umstände coronabedingt etwas Umstellung erforderten, hatten wir doch ein gutes Lager mit zahlreichen Starts und etlichen Streckenflug-Kilometern", heißt es in einer Mitteilung.

Die Segelfluglehrer trugen spezielle Schutzmasken, die Flugschüler den mittlerweile gewohnten Mund- beziehungsweise Nasenschutz. Unter diesen Auflagen konnten viele Übungsstarts und zahlreiche Strecken geflogen werden.

Das Ziel für zwei Flugschüler, ein 15-jähriges Mädchen und ein 16 Jahre alter Junge, hieß ganz klar: erster Alleinflug. Eine weitere, 14-jährige Flugschülerin durfte sich darauf freuen, den ersten Schritt vom gewohnten doppelsitzigen Schulflugzeug auf das einsitzige Flugzeug zu machen. Und alle drei waren erfolgreich. Während sie diesen Abschnitt schon hinter sich hatte, wurde es für die beiden anderen Flugschüler dann am Samstag beziehungsweise Sonntag richtig spannend. Nach einer letzten Überprüfung durch einen weiteren Fluglehrer starteten die beiden jeweils in den ruhigen Abendstunden zu ihrem ersten Flug alleine; der hintere Sitz blieb diesmal leer. "Ein unbeschreibliches Gefühl, das im Fliegerleben nie mehr zu erleben sein wird", heißt es weiter.

Besondere Gäste

Nach drei erfolgreichen Starts und Landungen, ging es dann vor der Flugzeughalle zur eigentlichen "Taufe". Mit einem ordentlichen Klapps auf das verlängerte Rückgrat wurden die Sinne für das Feingefühl in der Fliegerei geschärft. Geduldig wurde die Prozedur ertragen. Und mit einem schönen Strauß aus Brennnesseln und Disteln belohnt, starteten die frischgebackenen Flieger in ihr Fliegerleben. Überreicht wurde der Strauß mit viel "Hingabe" von der schon richtig erfahrenen Fliegerkollegin.

"Eigentlich wissen wir ziemlich genau, wer sich im Straubenhardter Luftraum bewegt. Die Besatzungen der Rettungs- und Polizeihubschrauber melden sich, wenn sie den Straubenhardter Luftraum berühren. Diesmal war alles anders", wird des Weiteren mitgeteilt. Eine nicht angemeldete "Gastfluggruppe" aus zahlreichen Weißstörchen hatte sich in Straubenhardt eingefunden.

Nach ausgiebiger Futtersuche auf den Feldern tummelten sich die Störche in der guten Straubenhardter Thermik. Bis auf 1600 Meter ließen sie sich bei ihren Trainingsflügen tragen.

Sie hatten den begleitenden Segelflugzeugen und deren Piloten das eingebaute Feingefühl voraus.