Ein paar Einwohner mehr als noch im Vorjahr, vor allem aber immer mehr ältere Mitbürger – diese und weitere Entwicklungen zeigt der Verwaltungsbericht 2025 für Königsfeld auf.
6122 Einwohner zählte die Königsfelder Gemeindeverwaltung zum 30. Juni des vergangenen Jahres in der Gesamtgemeinde – das sind zwölf Einwohner mehr als zum Stichtag ein Jahr zuvor. Damals waren in Königsfeld 6110 Einwohner gemeldet. Das zeigt der Verwaltungsbericht 2025 der Gemeindeverwaltung.
Damit setzte sich in puncto Einwohnerzahl der Aufwärtstrend fort, den die Gemeinde bereits seit 2021 verzeichnet. Damals wurden zum Halbjahr 5907 Einwohner gezählt – nun, vier Jahre später, waren es 215 Personen mehr. Damit wies 2025 gleichzeitig den höchsten Einwohnerstand in der Statistik auf, die bis ins Jahr 2012 zurückreicht.
Blickt man auf das Geschlechterverhältnis, so waren 2025 in Königsfeld die Frauen leicht in der Überzahl – wie schon in den Vorjahren und auch bundesweit in Deutschland. Aber: Während die Zahl der männlichen Einwohner von Mitte 2024 bis Mitte 2025 von 2938 auf 2955 Personen stieg, war die Anzahl der Königsfelderinnen im selben Zeitraum leicht rückläufig – von 3172 auf 3167.
Bei dem demografischen Entwicklung in Königsfeld ebenfalls augenfällig: Die Zahl der älteren Bürger steigt über die Jahre gesehen an. Seit 2016 leben – mit Ausnahme des Jahres 2021, das mit 377 Personen einen Ausreißer nach unten bildet – konstant mehr als 500 Menschen, die 80 Jahre oder älter sind, in Königsfeld. Von 2012 bis 2015 waren es jeweils weniger als 500 gewesen.
2025 zählte man in Königsfeld 557 Menschen in der Altersklasse 80 und älter – das war eine Hand voll weniger als im Vorjahr, als 563 Personen dieser Gruppe angehörten. Vor allem die Gruppe der 86- bis 90-Jährigen schrumpfte recht deutlich von 210 auf 145 Personen.
23 Personen sind älter als 95 Jahre
Steil aufwärts ging es derweil bei den ältesten Einwohnern: Zum Halbjahr 2025 waren nach Angaben der Gemeindeverwaltung 23 Königsfelder 96 Jahre oder älter – ein Höchstwert aller Jahre des aktuellen Verwaltungsberichts, der die Zahlen seit 2012 enthält. Damit setzt sich das Jahr 2025 in der Statistik deutlich ab: Die zweitmeisten Personen in dieser Altersklasse wurden 2020 gezählt. Damals waren es mit 16 aber doch deutlich weniger als im vergangenen Jahr.
Beim Blick in die Teilorte zeigen sich leichte Verschiebungen gegenüber 2024: Der Kernort war zum Halbjahr 2025 nach wie vor mit Abstand der größte Ort der Gesamtgemeinde. 1922 Personen lebten hier – ein paar mehr als im Vorjahr, als die Gemeindeverwaltung 1914 Einwohner im Kernort zählte. Das ist ein Höchstwert in der Statistik seit 2012. Ebenfalls leicht aufwärts ging die Einwohnerzahl im zweitgrößten Teilort Neuhausen – von 1211 auf 1224 Personen.
Burgberg läuft Weiler den Rang ab
Unter der 1000-Einwohner-Marke blieben nach wie vor die restlichen vier Königsfelder Teilorte. Buchenberg hatte zum Halbjahr 2025 die drittmeisten Einwohner. Nach 982 Personen im Jahr 2024 waren es nunmehr 988. Es folgt Erdmannsweiler mit 777 Einwohnern im Jahr 2025. Allerdings ist der viertgrößte Teilort einer von nur zwei in der Gesamtgemeinde, deren Bevölkerung von 2024 auf 2025 leicht schrumpfte. Im Vorjahr hatten noch 798 Personen in Erdmannsweiler gelebt.
Verschiebungen gab es auf den Rängen fünf und sechs: Während Weiler 2024 mit 614 Einwohnern noch fünftgrößter Teilort der Gesamtgemeinde war, fand der Ort sich nunmehr in der Rolle des Kleinsten: Nur noch 601 Einwohner wurden zum Halbjahr 2025 gezählt. Das war eine kleinere Bevölkerung als in Burgberg, wo 2025 insgesamt 610 Menschen lebten. 2024 waren es 591 gewesen – und Burgberg damit damals der kleinste Königsfelder Teilort. Nun knackte der Ort erstmals in der Statistik seit 2012 die 600-Einwohner-Marke – und schon sich im Größenvergleich der Teilorte vor Weiler.
Anteil ausländischer Einwohner sinkt
Auch wenn Einwohner mit deutscher Staatsangehörigkeit in Königsfeld die Regel sind, leben auch Menschen aus dem Ausland in der Gesamtgemeinde, wie der Verwaltungsbericht zeigt. Insgesamt waren es zum Halbjahr 2025 490 Personen mit einer anderen Staatsangehörigkeit als der deutschen – nach 543 im Vorjahr. Das bedeutet erstmals seit 2021 wieder einen Abwärtstrend.
Ukrainer sind – hinter Deutschen – größte Gruppe
Größte Gruppe mit ausländischer Staatsangehörigkeit waren 2025 die Ukrainer – das war in Königsfeld seit 2022, als der Krieg in der Ukraine ausbrach, beinahe jedes Jahr der Fall. Wobei die Zahl der Ukrainer in Königsfeld bereits deutlich abgenommen hat: Von 170 Personen im Jahr 2022 fiel sie auf 101 im Folgejahr, dann auf 50 Personen im Jahr 2024. Im vergangenen Jahr zählte die Gemeindeverwaltung 56 Personen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit.
Zudem lebten im vergangenen Jahr 32 Personen aus dem ehemaligen Jugoslawien in Königsfeld, außerdem 31 Menschen aus Italien, 20 aus der Türkei und 13 aus Österreich. Hinzu kommen jeweils kleinere Personenkreise aus weiteren Ländern.