Bürgermeister Thomas Noé, Rita Kuchler, Schulleiterin der Hohenbergschule, und Walter Kucher, Konrektor der Hohenbergschule, setzten auf eine gute Zusammenarbeit. Foto: Baum Foto: Schwarzwälder-Bote

Schulleiterin der Hohenbergschule begeistert von Starzacher Werkrealschule / Kleine Klassen vorteilhaft fürs Lernen

Starzach-Börstingen - Die neue Schulleiterin der Hohenbergschule, Rita Kuchler, ist begeistert von der kleinen Werkrealschule in Börstingen. Gestern besuchte sie die Schüler und Rektorin Annegret Strauß zum ersten Mal.Kuchler ist Nachfolgerin des ehemaligen Schulleiters der Hohenbergschule, Gunther Diehl, der zum Schuljahresende in Ruhestand ging. Rita Kuchler ist seit dem 1. August im Amt und gleichzeitig auch geschäftsführende Schulleiterin aller Rottenburger Schulen. In der Starzacher Werkrealschule böten sich für die Schüler dank kleiner Klassen und einer Kombiklasse für die Klassenstufen fünf und sechs optimale Lernbedingungen, betonte sie im Gespräch mit Bürgermeister Thomas Noé.

Als eines der Probleme benannte Rektorin Annegret Strauß die zurückgehenden Schülerzahlen – dies könne aber auch ein Vorteil sein, da dann kleinere Klassen zusammengestellt werden können. Derzeit sind an der Starzacher Werkrealschule zwei Klassen mit 37 Schülern eingerichtet.

Zwei Klassenlehrerinnen unterrichten and der Schule, zudem fünf Fachlehrer. Annegret Strauß betonte im Schulterschluss mit Thomas Noé, dass die Zukunft der Schule gesichert sei: "Die Schülerzahlen an unserer Grundschule sind stabil". Daher appellierte er an die Eltern, die ortsnahe Bildungsmöglichkeit für die Kinder zu nutzen und auch auf die Begabungen der Kinder zu achten. Nicht alle Kinder hätten das Zeug zum Gymnasiasten – er habe die Realschule absolviert und habe sich irgendwann entschlossen, noch draufzusatteln.

Walter Kucher, Konrektor der Hohenbergschule, meinte in diesem Zusammenhang, dass Baden-Württemberg ein sehr durchlässiges Schulsystem habe. Der Wegfall der Grundschulempfehlung sei  gut, da nun die Eltern selbst entscheiden können, welche weiterführende Schule die Kinder besuchen sollen. "Viele Eltern sind sehr ehrgeizig und melden ihre Kinder am Gymnasium an." Nicht alle Kinder hätten dieselben Möglichkeiten.

Rita Kuchler betonte, dass die Kinder Frust aufbauen, wenn sie zu hoch eingestuft würden und etwa das Gymnasium durchpeitschen müssten. Oder sie müssten an die Real- oder Werkrealschule zurück. Ein Aufstieg im Schulsystem sei immer einfacher als ein Abstieg.

An der Starzacher Werkrealschule würden die Kinder auch in der sozialen Gruppenarbeit gefördert, was viel Druck von den Schülern nehme, etwa wenn sie aus schwierigen Familien kämen.

Der Rundgang durch die Werkrealschule in Börstingen fiel aus Sicht von Rita Kuchler sehr positiv aus: "Die Ausstattung ist toll, dies können wir uns an der Hohenbergschule nur wünschen." So gibt es hier einen eigenen Raum für den Religionsunterricht, eine Schulküche und einen Computerraum.