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Starzach Kann man sich Schulneubau leisten?

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Michael Rilling folgt nach dem Rückzug von Manfred Dunst auf den "Chefsessel" der Fraktion "Zukunft Starzach".Foto: Lück Foto: Schwarzwälder Bote

Starzach. Michael Rilling wird nach dem Rückzug von Manfred Dunst neuer Fraktionschef der Mehrheitsfraktion "Zukunft Starzach". Ob das etwas an der allgemeinen Situation im Gemeinderat ändert? Der Schwarzwälder Bote fragt nach:

Wie schwer trifft der Rückzug von Manfred Dunst die Zukunft Starzach?

Das kann man schon als Einbruch bezeichnen. Uns wird die ganze Erfahrung und das Wissen von Manfred Dunst fehlen. Als ehemaliger Bürgermeister von Starzach kennt sich niemand so gut aus in unserem Flecken wie er.

War sein Rückzug aus gesundheitlichen Gründen abzusehen?

Er hat länger gemacht, als er eigentlich sollte. Die persönlichen Angriffe haben sicherlich dazu beigetragen, dass er jetzt den Rückzug machen muss. Wenn man es am Herzen hat, ist so etwas Gift. Wenn Dunst sagt: Im Winter muss man Schnee schippen, dann schreit Manuel Faiß von der BVS: Skandal! Aber so geht man nicht miteinander um. Es sollte im Gemeinderat um die Sache und nicht um Personen gehen. Besonders in Starzach gewinnt man jedoch den Eindruck, dass viele Diskussionen im Gemeinderat nicht nur der Sache geschuldet sind, sondern gegen eine Person gerichtet waren. Ich hoffe, dass es jetzt besser wird!

Als Beobachter hat man den Eindruck, dass die Zukunft Starzach oft nur ihre Meinung durchsetzt und die anderen Fraktionen keine Chance haben.

Das stimmt nicht. Wenn Vorschläge vernünftig sind, machten wir da mit. Wir alle im Gemeinderat sind von den Bürgern gewählt worden. Deshalb muss unser Anspruch sein, dass wir den Flecken etwas besser hinterlassen als zu dem Zeitpunkt, an dem wir angetreten sind.

Es gab aber auch heftige Vorwürfe gegen die Zukunft Starzach – unter Druck setzen des Bürgermeisters und Erpressung der anderen Liste.

Das sind alles Geschichten ohne Substanz. Der Hintergrund war damals: Rolf Pfeffer und Manfred Dunst sind nach der Wahl zu Thomas Noé gegangen, um zu besprechen, was man als erstes angeht. Wenn dann aus einem Gespräch unter drei Beteiligten im Nachgang ein ungenannter Bürger Informationen der Presse durchsticht, dann spricht dieser Stil eigentlich schon für sich. Dass politische Abstimmungsgespräche als Erpressung gedeutet wurden, war leider auch Teil der Realität. Die Einschätzung der Strafverfolgungsbehörden damals war ja aber eindeutig.

Wie sehen Sie die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Rathaus?

Bürgermeister Noé hat mir schon zu meinem Amt als neuer Fraktionschef gratuliert und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit angeboten. Natürlich ist es nicht immer einfach mit dem Rathaus – doch ich hoffe, dass das Rathaus auch die Signale aus der Mehrheitsfraktion frühzeitig aufnimmt und umsetzt. Klar ist aber auch: Wenn man mit uns nicht in Dialog tritt, werden wir versuchen, unsere Ziele bei Abstimmungen durchsetzen.

Beim geplanten Neubau der Grundschule hat die Zukunft Starzach die Bremse eingelegt. Eine Kostenüberprüfung angemahnt. Wie geht es jetzt weiter?

Die Zahlen sind im Rathaus schon da, wir haben sie aber noch nicht. Wir alle sind sehr gespannt auf das Ergebnis. Für uns ist die oberste Priorität, eine Verbesserung für die Kinder zu erreichen. Eine Mensa und dass sie sich besser bewegen können hat oberste Priorität. Ob es da noch unbedingt neue Lehrerzimmer braucht, darüber kann man streiten. Meine persönliche Meinung ist: Ob der 14 Millionen Euro teure Neubau in Bierlingen oder ein zum Beispiel acht Millionen Euro teurer Neubau in Wachendorf – man muss sich ernsthaft fragen, ob man sich das heute leisten kann. Es gibt eine breite Basis in der Zukunft Starzach, dass wir keine Schulden aufhäufen wollen, die Generationen nach uns noch abtragen müssen.

Befürchten Sie, dass ein Neubau – egal an welchem Standort – zu teuer wird?

Es gibt einen Antrag von Harald Buczilowski von der ULS, der genau die richtigen Fragen stellt. Deshalb wird die Zukunft Starzach ihn dort auch unterstützen. Denn: Die mögliche Schuldenfinanzierung des Neubaus der Schule ist bisher nur bis zum Jahr 2024 eingeplant. Was kommt dann?

Wo sieht die Zukunft Starzach die weiteren Zukunftsaufgaben der Gemeinde?

Wir warten sehr gespannt auf die Finanzplanung aus dem Rathaus. Neben der Grundschule ist auch die Sanierung der Kitas und die Feuerwehr das wichtigste Thema. Hier steht aus Kostengründen eine Zentralisierung im Raum. Dort sind wir aber sehr skeptisch. Die freiwillige Feuerwehr hat in den Orten eine Funktion wie ein Verein mit einer sehr engen Kameradschaft. Es wäre katastrophal, wenn es nur einen Standort im Tal gibt, und die Kameraden in Sulzau treten alle aus der Feuerwehr aus.  Die Fragen stellte Jürgen

Lück.

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