Einige Bürger äußern ihren Unmut über die Politik der Fraktion "Zukunft Starzach" des Starzacher Gemeinderats, der außerhalb der Pandemie normalerweise im Rathaus tagt. Foto: Hopp Foto: Schwarzwälder Bote

Kommunales: Bürger wenden sich in offenem Brief an die Fraktion "Zukunft Starzach"

Starzach (msp). Die Politik der Fraktion "Zukunft Starzach" (ZS) des Starzacher Gemeinderats kommt nicht bei allen, die in der Gemeinde leben gut an, viele sind frustriert und machen ihrem Ärger nun Luft.

In einem offenen Brief, der dem Schwarzwälder Boten vorliegt, wenden sich Werner Alexander, Simone Breumann, Bianca Fauser, Gaby Gasperi, Maurizio Gasperi, Monika Honegg, Siegmar Honegg, Jutta Keller, Monika Laufenberg, Susanne Nadler, Michael Scholz, Klaus-Dieter Weber, Marianne Weber, Gerold Weschenmoser und Anja Wolf an die Fraktion der ZS. "Wir haben mehrfach versucht die ZS per E-Mail zu kontaktieren, aber bislang kam darauf keine Reaktion", berichtet Monika Honegg im Gespräch mit unserer Zeitung.

Starzach brauche einen Gemeinderat der sachlich, fachlich korrekt und kooperativ die anstehenden Probleme der Gemeinde gemeinsam mit der Verwaltung angeht, schreibt die Gruppe von Bürgern. "Die ZS als Teil des Gemeinderats, hat das Außenbild der Gemeinde enorm geschädigt", heißt es in dem offenen Brief weiter. Jüngst hätte die ZS in Grafiken gezeigt, dass ab 2020 "also in ihrer Amtszeit" die Schuldenbelastung der Gemeinde deutlich steigt.

"Ihre Mehrheitsfraktion trägt dafür die volle Mitverantwortung. Ihre Mehrheit im Gemeinderat treibt durch ihre taktisch unkluge Arbeitsweise die Verschuldung hoch", meint die Bürgergruppe. Es werde zudem auch in den Gemeinderatssitzungen ersichtlich, dass manche Gemeinderäte der ZS zu bestimmten Sachverhalten, zu denen sie aggressiv Stellung beziehen, keine fundierten Informationen hätten, heißt es in dem offenen Brief und weiter: "Das ist nicht akzeptabel und peinlich! Wir Bürger wünschen uns eine vernünftige, ordentliche und zukunftsorientierte Gemeindeentwicklung. Beenden Sie ihren Boykott am Schulstandort Bierlingen! Schluss mit ihrer Klientelpolitik!"

Zum Schluss fordern die Unterzeichner des Briefs noch: "Wir wollen keine weiteren Falschinformationen, keine unnötigen Kosten, verursacht durch ihre unzähligen Anträge und Anfragen, und Ihr eigenes Fraktionszimmer. Machtkämpfe sind bei einem professionell arbeitenden Gemeinderat unnötig und völlig kontraproduktiv! Machen Sie den Weg frei für eine gemeinsame Zukunft in Starzach. Nur dadurch kann der Schwund an Bürgern in Starzach aufgehalten werden."

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