Die Wachendorfer Ortsmitte: Im Rathaus (links) soll ein Aktivzentrum und auf der Fläche des Schlachthauses (rechts) ein Dorfplatz entstehen. Foto: Steinmetz Foto: Schwarzwälder Bote

Projekt: Neue Wachendorfer Ortsmitte auf zwei Säulen / Dorfplatz auf der Fläche des Schlachthauses

Das Konzept zur Ortsmitte Wachendorf beruht auf zwei Säulen: Im Rathaus soll ein "Aktivzentrum" und auf der Fläche des Schlachthauses ein Dorfplatz entstehen. Alfredo Vela, Vorsitzender des Fördervereins, präsentierte dem Gemeinderat die Zwischenergebnisse einer seit Anfang des Jahres regelmäßig tagenden interfraktionellen Arbeitsgruppe mit Projektleiter Andreas Scholz von der Gemeindeverwaltung.

Starzach. Die Ortsmitte soll zu einem Ort der Begegnung umgestaltet werden. Hier sollen sich Bürger zu gemeinsamen Aktivitäten und zum geselligen Austausch treffen können. Als Beispiele nannte Vela gemeinsames Kochen, Hausaufgabenbetreuung, Ausstellungen oder auch VHS-Angebote.

Eine große Rolle bei den Überlegungen spielt die Nahversorgung, beispielsweise durch einen Dorfladen. Dieser könnte als "wirtschaftlicher Verein", Genossenschaft oder auch als GmbH betrieben werden. Inzwischen gehe der Trend mehr in Richtung "mobiler Markt", informierte Vela. Zumal Anbieter, die angesprochen worden seien, mitmachen würden. Konkret nannte Vela einen Bäcker und Metzger. Neben deren regelmäßigem Warenangebot seien Sonderaktionen mit regionalen Produkten sowie Dienstleistungen wie Einkauf-Service oder E-Bike- und E-Teil-Auto angedacht.

Das Rathaus-Erdgeschoss soll flexibel gestaltet werden. Im ersten Obergeschoss sind die Räume für den Wanderclub und Jugendclub (hier mit separatem Eingang) geplant. Im Dachgeschoss, erreichbar mit einem Aufzug, könnte ein Bürgersaal eingebaut werden. Mit zum Raumkonzept gehört außerdem ein Anbau auf der Rückseite des Rathauses.

Das Schlachthaus müsste abgebrochen werden. Hier entsteht dann ein Dorfplatz, den Händler auch als Verkaufsfläche nutzen können. Vorgesehen sind dort außerdem ein Pavillon und sanitäre Anlagen.

Kommunalaufsicht könnte es unter Umständen kritisch sehen

"Ich stehe dazu und bin bereit, ein Budget von 1,5 Millionen Euro zu vertreten", sagte Bürgermeister Thomas Noé. Jedoch könne dies die Kommunalaufsichtsbehörde eventuell kritisch sehen. Der Haushaltsplan 2021 sei nur unter Auflagen genehmigt worden. Er betonte, dass die Jugendarbeit auch eine kommunale Aufgabe sei.

Das Nahversorgungskonzept begrüßte er ebenfalls, allerdings hätte man hier schon weiter sein können, erinnerte er an sein früheres Konzept, das jetzt wieder aufgegriffen und weiterentwickelt worden sei. Ein Thema könne wegen des geplanten Anbaus am Rathaus der Brandschutz werden. Zudem müssten Fachplaner prüfen, ob die Erweiterung genehmigungsfähig sei. Was den Pavillon angeht, sollte man sich Gedanken über eine feste Lösung machen. Sonst, so Noé, müsste man immer auf und abbauen. Als nächstes wird ein Büro mit der Fachplanung und Kostenermittlung beauftragt.

Eine Diskussion fand zu diesem Tagesordnungspunkt nicht statt. Vorgesehen ist, dass der Gemeinderat im Juli einen Beschluss für den Haushaltsplan fasst.

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